Festnahme von Schleusern in München: Bundespolizei zerschlägt internationale Bande

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Ermittlungserfolg gegen Schleusernetzwerk in München: Bundespolizei gelingt Schlag

Zwei Festnahmen bei internationaler Razzia

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut hat die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München am 20. Mai 2026 einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen die organisierte Schleuserkriminalität erzielt. Bei einer groß angelegten Operation wurden zwei syrische Staatsangehörige festgenommen, die im Verdacht stehen, einer global tätigen Schleuserbande anzugehören. Die Verdächtigen, die Mitglieder einer Familie sind, sollen über Jahre hinweg die gewerbsmäßige Schleusung syrischer Staatsangehöriger von der Türkei nach Deutschland orchestriert und hohe Profite erzielt haben.

Schleusernetzwerk mit internationalen Verbindungen

Neben Unterkünften in der Türkei betrieb die Bande auch Zwischenstationen in Bulgarien und Rumänien, die zur Unterbringung der Geschleusten genutzt wurden. Ermittlungen ergaben, dass gezielt LKW-Fahrer für die Durchführung der Schleusungen angeworben wurden. Über teils lebensgefährliche Transportbedingungen berichteten zahlreiche Geschleuste; in einem Fall wurden 17 Personen in einem Kühl-LKW untergebracht und nur dank eines anonymen Hinweises rechtzeitig von der Polizei gerettet.

Polizei vollstreckt Haftbefehle und durchsucht Objekte

Bisher konnten mehrere Hundert Geschleuste identifiziert werden, die bis zu 15.000 EUR für die Schleusung zahlten. Der Ermittlungserfolg zeigt die Wichtigkeit umfassender, grenzüberschreitender Ermittlungen im Kampf gegen das organisierte Verbrechen. Im Rahmen der Maßnahmen wurden zwei Haftbefehle vollstreckt und Objekte in Altdorf, Bayern, sowie in Herne und Porta Westfalica, Nordrhein-Westfalen, durchsucht.

- Anzeige -
Diesen Artikel teilen
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.