40-Jähriger nach Angriffen in S-Bahn und Bahnhof Taufkirchen festgenommen

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Am Dienstagabend, dem 12. Mai, kam es in einer S-Bahn der Linie S3 und am Bahnhof Taufkirchen zu mehreren Straftaten. Ein 40-jähriger deutscher Staatsbürger aus Frankfurt am Main wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und sexueller Belästigung.

Bedrohliche Situation in der S-Bahn S3

Um 20:40 Uhr wurde die Bundespolizei über eine Bedrohungssituation am Bahnhof Taufkirchen informiert. Nach aktuellen Erkenntnissen warf der 40-Jährige während der Fahrt eine Glasflasche auf einen bislang unbekannten Reisenden. Verletzt wurde niemand. Im Verlauf der Fahrt beleidigte der Mann einen 24-jährigen Fahrgast, bevor beide am Bahnhof Taufkirchen die S-Bahn verließen. Dort kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Der 24-Jährige entfernte sich danach und berichtete, der Täter habe ihn mit einem Messer bedroht.

Festnahme am Bahnhof Taufkirchen

Der 40-Jährige kehrte anschließend zum Bahnsteig zurück, wo er eine 16-Jährige ansprach und sie gegen ihren erkennbaren Willen umarmte und küsste. Der 24-Jährige beobachtete dies und alarmierte die Polizei. Polizeikräfte nahmen den Mann am Bahnhof Taufkirchen fest. Bei der Durchsuchung durch die Bundespolizei wurde ein Messer in seiner Jackentasche gefunden. Der 24-Jährige erlitt während seiner Flucht eine leichte Verletzung am Fuß und suchte selbstständig eine Klinik auf. Die 16-Jährige wurde von der Polizei betreut und anschließend ihrem Vater übergeben.

Weitere Ermittlungen der Bundespolizei

Während der polizeilichen Maßnahmen beleidigte und bedrohte der Tatverdächtige die Beamten mehrfach. Eine Blutentnahme wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I durchgeführt. Der 40-Jährige soll am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Bundespolizei wertet derzeit Videoaufzeichnungen aus der S-Bahn und vom Bahnhof Taufkirchen aus. Der unbekannte Reisende, auf den die Glasflasche geworfen wurde, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion München zu melden.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.