Am Wochenende, dem 16. und 17. Mai, hat die Bundespolizei in München mehrere Personen vorläufig festgenommen. Am Hauptbahnhof wurden zwei Diebe auf frischer Tat ertappt, und an der Hackerbrücke gab es eine körperliche Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten.
Gepäckdiebstahl im ICE 822
Am Samstagmorgen, dem 16. Mai, meldete eine Zugbegleiterin gegen 4:40 Uhr einen versuchten Diebstahl am Hauptbahnhof an die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion München. Eine 43-jährige Niederländerin hatte ihren Rucksack und ihre Tasche im ICE 822 auf ihrem Sitzplatz liegen lassen, um sich außerhalb des Zuges von ihrem Partner zu verabschieden. Diese kurze Unachtsamkeit nutzten zwei Deutsche aus und nahmen den Rucksack an sich. Als die 39- und 47-Jährigen den Zug verlassen wollten, bemerkte die Niederländerin ihren Rucksack auf dem Rücken eines der Täter. Gemeinsam mit ihrem Partner verfolgte sie die Männer und konnte den Rucksack zurückholen. Eine Zugbegleiterin, die den Vorfall beobachtet hatte, alarmierte die Bundespolizei, die die Verdächtigen vorläufig festnahm.
Im Rucksack befanden sich Kosmetikartikel, Kleidung, Elektronik und Bargeld. Die Atemalkoholtests der beiden Verdächtigen ergaben 0,0 Promille. Die polizeibekannten Männer wurden in der Vergangenheit bereits wegen Betäubungsmittel-, Waffen- und Gewaltdelikten auffällig. Die Bundespolizei ermittelt jetzt wegen des versuchten Diebstahls. Sie warnt erneut davor, Reisegepäck oder persönliche Gegenstände im Zug unbeaufsichtigt zu lassen.
Auseinandersetzung an der Hackerbrücke
Am frühen Sonntagmorgen, dem 17. Mai, informierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München die Bundespolizei über eine körperliche Auseinandersetzung am S-Bahnhalt Hackerbrücke. Drei Männer – zwei Syrer im Alter von 21 und 28 sowie ein 20-jähriger Staatenloser – hatten sich zuvor in einer nahegelegenen Diskothek gestritten. Auf dem Bahnsteig trafen sie gegen 5:40 Uhr erneut aufeinander und setzten ihre Auseinandersetzung fort, indem sie sich gegenseitig schlugen. Als die Bundespolizei eingriff, versuchten der 20- und der 21-Jährige zu fliehen. Der 20-Jährige entkam, doch der 21-Jährige wurde festgenommen, leistete dabei erheblichen Widerstand und schlug einem Beamten ins Gesicht, der leicht verletzt wurde.
Ein Atemalkoholtest ergab beim 21-Jährigen 0,74 Promille, und die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme an. Nach den weiteren polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen. Auch der 28-Jährige wurde zur Dienststelle gebracht und später entlassen. Die Identität des 20-Jährigen wurde ermittelt. Die Bundespolizei ermittelt wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

