Am Sonntagmittag hatten sich auf dem Augsburger Königsplatz Hunderte zu einer Demonstration gegen Rechts versammelt. Anlass war die ursprünglich für Augsburg angekündigte Lesung des österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner.
Trotz eisiger Temperaturen versammelten sich am Sonntag ab 12 Uhr mehrere Hundert Menschen auf dem Königsplatz. Während die Polizei von 330 Teilnehmern sprach, zählten die Veranstalter bis zu 1000. Die Demonstration verlief weitgehend störungsfrei.
Klare Botschaften gegen Rechtsextremismus
Auf der Bühne sprachen unter anderem Vertreter der „Omas for Future“ und des Christopher Street Day. Sie warnten vor der Normalisierung rechter Ideologien und forderten mehr gesellschaftlichen Widerstand gegen Hass und Hetze.
Betretungsverbot: Rechtsextremist Sellner darf nicht nach Augsburg
Verlagerung der Lesung als taktischer Rückzug
Während die Demonstration in Augsburg lief, tauchte ein Video von Sellner auf, in dem er erklärte, die Lesung finde nicht in Augsburg statt, sondern an einem geheimen Ort. Kurz darauf stellte sich heraus, dass sie in einem Reisebus stattfand, der an einer Autobahn-Raststätte in Jettingen-Scheppach startete. Der Bus soll über die A8 in Richtung Baden-Württemberg gefahren sein.



