FC Augsburg darf nach Heimsieg über Gladbach weiter nach oben blicken

Dominik Mesch
5 Minuten Lesezeit
Gregerl jubelt doppelt | Foto: Sebastian Pfister

Der FC Augsburg konnte im letzten Heimspiel der Saison nochmals ein Ausrufezeichen setzen. Nach einem Doppelpack von Gregoritsch und einem Tor von Fellhauer besiegte man Mönchengladbach mit 3:1. Der Blick darf vor dem Saisonfinale nach oben gehen.

Die letzte FCA-Heimpartie stand zu Beginn im Zeichen des Abschieds. Mit dem früheren Geschäftsführer Sport Stefan Reuter und Elvis Rex wurden dabei auch zwei Gesichter des Clubs der letzten Jahre verabschiedet. Lange Zeit um in der Vergangenheit zu schwelgen hatte die aktuelle Mannschaft allerdings nicht. Beim Blick auf die Tabelle verriet schnell, heute könnte es für Augsburg tabellarisch nochmals um etwas gehen.

Gregoritsch und Fellhauer sorgen für klare Führung

Aus geordneten Reihen heraus überließen sie Mönchengladbach immer wieder den Ball, um dann mit schnellen Gegenstößen für Gefahr zu sorgen. Nach einer dieser schnellen Kombinationen gingen die Schwaben dann auch in Führung. Einen Abschluss des früh eingewechselten Fellhauer konnte Gladbachs Schlussmann Nicolas nur abprallen lassen, Gregoritsch staubte zum 1:0 ab (24.). Nur wenig später jubelte der Österreicher erneut, sein Treffer wurde allerdings aufgrund einer minimalen Abseitsstellung nicht gegeben. Die Hausherren blieben ließen sich dadurch aber nicht aus dem Tritt bringen, waren das klarere und tonangebende Team. Kurz vor der Pause konnte Fellhauer eine der schnellen Kombinationen zum zweiten Augsburger Streich überlegt ins lange Eck einschieben (42.). Der 2:0-Pausenstand ging absolut in Ordnung, mit etwas mehr Genauigkeit vor dem Tor der Borussia hätte dieser bei zehn Torschüssen durchaus noch klarer ausfallen können. Die Gäste vom Niederrhein hatten in Durchgang 1 einen eher schwachen Eindruck hinterlassen.

Zweite Halbzeit deutlich ruhiger

Während die erste Halbzeit ein munteres ansehnliches Fußballspiel bot, zeigte sich das Ganze nach dem Seitenwechsel als deutlich lauere Version. Auf richtig gefährliche Torraumszenen mussten die über 30.000 Fans bei bester Fußballstimmung lange warten. Ein von Mohya abgeprallter Ball sorgte in der 57. Spielminute für die größte Gefahr für das Augsburger Gehäuse. Ein Warnschuss als Wecker für die Partie, die anschließend wieder etwas mehr an Fahrt aufgenommen hatte. Zwanzig Minuten vor dem Ende wurde ein Kopfballtreffer von Fellhauer nicht gegeben, wenig später stand die Drei dann aber doch auf der Anzeigetafel. Nach einem Schüsschen von Kömür musste der schwache Gästekeeper Nicolas den Ball ein weiteres Mal abklatschen lassen, wie schon beim 1:0 stand Gregoritsch goldrichtig (72.). Es sollte ein Wirkungstreffer gewesen sein, die Gäste schienen die Niederlage bereits eingestanden zu haben. Augsburg versuchte in den letzten Minuten sogar noch etwas für das noch zu schwache Torverhältnis tun zu wollen, dies gelang nicht mehr. Reyna sorgte mit dem 3:1 in der Nachspielzeit für den Schlusspunkt.

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FCA darf weiter nach oben blicken

Mit Claude-Maurice und Ribeiro konnte Trainer Manuel Baum für die Schlussphase noch einmal Qualitätsspieler frisch in die Partie bringen. Dass mit Massengo zu diesem Zeitpunkt ein weiterer Startelfkandidat bereits von der Bank gekommen war, unterstreicht: Der FCA ist 2026 sportlich und auch qualitativ auf einem starken Weg. Dieser Weg könnte noch weitergehen. Das Saisonziel erste Tabellenhälfte ist nach dieser Partie fast eingetütet, Platz 10 ist sicher. Der Blick darf vor dem letzten Spieltag nach oben gehen. Der FC Augsburg ist punktgleich mit Eintracht Frankfurt (8) und einen Zähler vor dem Europapokalfinalisten Freiburg (7). Der Sportclub spielt allerdings morgen noch in Hamburg. Nach dem schwachen Saisonstart unter Sandro Wagner eine starke Saison mit nur einer Heimniederlage unter Baum (gegen Stuttgart). Der Traum von der Sahnehaube darf zumindest bis morgen noch geträumt werden. Kommende Woche geht es nach Berlin.

FC Augsburg: Dahmen – Matsima, Gouweleeuw, Zesiger – Wolf (61. Keitel), Jakic (61.Massengo), Rieder, Giannoulis (14. Fellhauer) , Kade, Kömür (80. Claude-Maruice)- Gregoritsch (80. Ribeiro)

Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander, Diks, Chiarodia (59. Bolin) – Honorat (46. Ullrich), Engelhardt, Scally, Reitz, Stöger (58. Reyna) – Machino (87. Sarco), Mohya (58. Hack)

 

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Tore: 1:0 Gregoritsch (24.), 2:0 Fellhauer (42.), 3:0 Gregoritsch (72.), 3:1 Reyna (90. +2)

 

Gelbe Karten: Jakic, Wolf | Scally, Sander

 

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Sindelfingen)

Zuschauer:  30.660 (ausverkauft)

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Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.