Für den insolventen Arzneimittelhersteller R-Pharm Germany gibt es keine Zukunft mehr. Die monatelange Suche nach einem Investor ist gescheitert. Rund 280 Beschäftigte verlieren ihre Arbeitsplätze.
Zuletzt hatten noch zwei Interessenten über eine Übernahme verhandelt. Beide konnten jedoch keine ausreichende Finanzierung nachweisen. Damit wird das Unternehmen nun abgewickelt.
R-Pharm hatte Mitte März Insolvenz angemeldet. Eine Zwischenfinanzierung hatte den Betrieb noch bis Ende August gesichert und Zeit für die Investorensuche verschafft.
Standort wird abgewickelt
Das Illertisser Werk gehört seit 2014 zum russischen R-Pharm-Konzern. Wirtschaftliche Folgen des Ukraine-Kriegs, Sanktionen und russische Gegenmaßnahmen brachten die deutsche Tochter nach Angaben des Insolvenzverwalters in Schwierigkeiten.
Für die Abwicklung sollen vorübergehend noch etwa 50 bis 60 Beschäftigte am Standort bleiben. Für die übrigen Mitarbeiter endet das Arbeitsverhältnis. Ein Sozialplan soll den Übergang unterstützen.

