Das Staatstheater Augsburg bringt im April einen neuen Ballettabend auf die Bühne im martini-Park. Unter dem Titel „Les Noces & Le Sacre du printemps“ zeigt die 18-köpfige Ballettkompanie zwei Uraufführungen zur Musik von Igor Strawinsky. Die Premiere findet am 18. April 2026 statt, weitere Vorstellungen sind bis Juni geplant.
Der Abend vereint zwei bedeutende Kompositionen der Musikgeschichte. Während „Le Sacre du printemps“ zu den bekanntesten Werken der Moderne zählt, ist „Les Noces“ deutlich seltener auf Spielplänen zu sehen. Beide Stücke werden in Augsburg in neuen choreografischen Fassungen präsentiert und setzen sich mit grundlegenden menschlichen Themen wie Gemeinschaft, Ritualen und gesellschaftlichen Rollen auseinander.
Zeitgenössischer Blick auf „Les Noces“
Den ersten Teil des Abends gestaltet die niederländische Choreografin Didy Veldman mit ihrer Interpretation von „Les Noces“. Das Werk greift die Rituale einer traditionellen russischen Hochzeit auf. Veldman stellt dabei die Frage, welche Bedeutung Ehe und Rituale heute – mehr als ein Jahrhundert nach der Entstehung der Musik – noch haben. Ihre Choreografie verbindet die folkloristischen Elemente der Vorlage mit einer modernen Perspektive auf gesellschaftliche Veränderungen.
Neudeutung eines Klassikers
Im zweiten Teil folgt mit „Le Sacre du printemps“ eines der einflussreichsten Werke der Musikgeschichte. Ballettdirektor Ricardo Fernando präsentiert eine eigene Interpretation des berühmten Stücks über ein rituelles Frühlingsopfer. Dabei greift er zentrale Themen wie Gemeinschaft, Ausgrenzung und Transformation auf und verbindet verschiedene tänzerische Stile zu einer zeitgemäßen Inszenierung.
Vorstellungen bis Juni geplant
Für Bühne, Kostüme, Licht und Sound arbeitet ein internationales Kreativteam zusammen. Insgesamt sind bis Juni elf Vorstellungen im martini-Park geplant. Tickets und weitere Informationen sind über die Website des Staatstheaters Augsburg erhältlich.




