Ein 37-Jähriger ist am Mittwochabend im Bahnhof Traunstein vor einer Fahrkartenkontrolle davongerannt. Drei Einsatzkräfte der Bundespolizei holten ihn im Stadtgebiet ein und fesselten ihn, nachdem er sich gegen die Maßnahmen gesperrt haben soll.
Die Beamten wollten mit einem Regionalzug von Traunstein nach Freilassing fahren, als sie auf den fliehenden Mann und einen Zugbegleiter aufmerksam wurden. Der Zugbegleiter hatte ihn zum Stehenbleiben aufgefordert. Zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen beiden soll es nicht gekommen sein.
Die drei Bundespolizisten verfolgten den Mann, holten ihn ein und brachten ihn zu Boden. Weil er sich dabei gegen die polizeilichen Maßnahmen gesperrt haben soll, fesselten sie ihn und brachten ihn zur Aufnahme des Sachverhalts zurück zum Bahnhof.
Ticket soll einer anderen Person gehört haben
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand soll der 37-jährige Nigerianer bei der Kontrolle ein Ticket auf seinem Mobiltelefon gezeigt haben. Das als Screenshot vorgezeigte Ticket soll einer anderen Person gehört haben. Da der Mann laut Polizei keinen Ausweis vorlegte, sei ein Abgleich seiner Personalien zunächst nicht möglich gewesen. Anschließend soll er sich den Weg zur Zugtür freigemacht und sich der Kontrolle des Zugpersonals entzogen haben.
Gegen den Mann mit Wohnsitz im Landkreis Traunstein besteht der Verdacht des Betrugs sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er seine Reise fortsetzen.
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