Am ersten Mai-Wochenende ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München mehrere Vorfälle, darunter Bedrohungen, Widerstandshandlungen und ein Stromunfall.
Herrenloser Koffer und Angriff an der Donnersbergerbrücke
Am Abend des 1. Mai wurde ein herrenloser Koffer am Bahnhof Donnersbergerbrücke gemeldet. Nach Überprüfung der Videoaufnahmen stellte sich heraus, dass ein 23-jähriger Ukrainer den Koffer abgestellt hatte und anschließend im Gleisbereich steinewerfend auf eine einfahrende S-Bahn zuging. Die Polizei konnte den Mann mit Schottersteinen in der Hand im Gleisbereich stellen. Nach mehrfacher Aufforderung und Drohung mit einem Reizstoffsprühgerät legte er die Steine nieder, verweigerte jedoch das Verlassen des Gleisbereichs. Ein Beamter wurde bei der Festnahme leicht verletzt. Ein Atemalkoholtest ergab 1,36 Promille. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete die Freilassung des Mannes an. Er muss sich wegen mehrerer Delikte verantworten.
Bedrohung einer Zugbegleiterin
Am 2. Mai kam es im Regionalexpress RE3 zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 39-jährigen Fahrgast und einer 42-jährigen Zugbegleiterin. Der Mann, der andere Reisende verbal bedroht hatte, weigerte sich auf Aufforderung der Zugbegleiterin, den Zug zu verlassen, und beleidigte sie. Auf dem Bahnsteig wurde er der Zugbegleiterin gegenüber bedrohlich, woraufhin sie ein Tierabwehrspray einsetzte. Der Vorfall wurde von Zeugen beobachtet. Die Polizei übernahm die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung.
Flaschenwurf und Widerstand am Hauptbahnhof
Am selben Abend gerieten zwei Männer am Gleis 20 des Hauptbahnhofs München in Streit. Der 37-jährige erklärte den Streit, indem er eine Bierflasche auf den 26-jährigen Begleiter warf. Beide Männer erlitten leichte Verletzungen, lehnten aber eine ärztliche Behandlung ab. Die Polizei ermittelt gegen den Älteren wegen gefährlicher Körperverletzung.
Widerstand im Zwischengeschoss
Am 3. Mai, kurz vor Mitternacht, führte eine verbale Auseinandersetzung zwischen einem 27-jährigen Mann und den Angestellten einer Bäckerei am Hauptbahnhof zu einem Polizeieinsatz. Der Mann weigerte sich, das geschlossene Geschäft zu verlassen, beleidigte die Mitarbeiter und widersetzte sich der Festnahme. Während einer anschließenden Haftrichtervorführung kam es zu weiteren Widerstandshandlungen. Die Polizei führt Ermittlungen gegen ihn wegen Widerstands, Beleidigung und Bedrohung.
Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr
Am 3. Mai erlitt ein 20-Jähriger im Bereich des Bahnhofs München-Freimann schwere Verletzungen, als er beim Klettern auf einen Güterzug von einem elektrischen Überschlag getroffen wurde. Der Verletzte konnte den Gleisbereich selbstständig verlassen und wurde von Rettungskräften versorgt. Er befindet sich in stabiler Verfassung. Die Polizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.



