Minderjährige bei Grenzkontrollen in Kiefersfelden in Gewahrsam genommen
Die Bundespolizei hat am Mittwoch, dem 24. Juni, eine 15-jährige Rumänin bei einer Kontrolle an der Inntalautobahn nahe Kiefersfelden in Gewahrsam genommen. Die Jugendliche war ohne Begleitung von Erziehungsberechtigten unterwegs und machte widersprüchliche Angaben zu ihrer Reise.
Polizeikontrolle auf der Inntalautobahn
Bei der Überprüfung eines rumänischen Kleinbusses, der mit neun Insassen unterwegs war, fiel den Beamten das Mädchen aufgrund ihres geringen Gepäcks und fehlender Begleitung auf. Sie erklärte, mit den Mitfahrern, die angeblich zur Erdbeerernte nach Nordrhein-Westfalen reisen wollten, nicht bekannt zu sein. Die Mutter, die in Deutschland lebt, hätte für die Fahrt aufkommen sollen, doch die 15-Jährige konnte keine Adresse ihrer Mutter angeben. Mit ihren 10 Euro Reisegeld war sie kaum in der Lage, die Kosten selbst zu tragen.
Europaweit gesucht und als vermisst gemeldet
Die Polizisten überprüften mithilfe ihres Ausweises die Personalien der Minderjährigen und stellten fest, dass sie von den rumänischen Behörden europaweit gesucht wurde. Sie war von ihrer Großmutter, bei der sie gelebt hatte, als vermisst gemeldet worden. Die Bundespolizei brachte den Teenager in die Dienststelle nach Rosenheim, wo sie nach einer Befragung dem Jugendamt übergeben und in einer Jugendeinrichtung untergebracht wurde.

