Razzia in München: Tatverdächtige wegen Einschleusens und Menschenhandels festgenommen
Wegen des Verdachts umfangreicher Schleusungs- und Menschenhandelsdelikte ermittelt das Kommissariat 34 der Münchner Kriminalpolizei gegen vier deutsche Beschuldigte im Alter von 42 bis 72 Jahren. Nach Auffassung der Ermittler sollen die Tatverdächtigen überwiegend asiatischen Frauen Wohnungen vermietet haben, in denen diese der Prostitution nachgingen, obwohl sie keine gültige Aufenthaltserlaubnis besaßen. Die betroffenen Wohnungen liegen zudem im Sperrbezirk der Landeshauptstadt München, in dem Prostitution generell verboten ist.
Am 4. August vollstreckten Ermittler auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I Durchsuchungsbeschlüsse an zehn Objekten in München sowie, mit Unterstützung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, an zwei weiteren Objekten im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Bei dem Einsatz waren nach Polizeiangaben rund 90 Beamtinnen und Beamte beteiligt. Gegen einen 72-jährigen Beschuldigten erließ das Amtsgericht München Haftbefehl; er wurde festgenommen und einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Zudem wurden gegen den 72-Jährigen und eine 64-jährige Beschuldigte Vermögensarreste im hohen sechsstelligen Bereich vollzogen.
Inspektion der Wohnungen und Beschlagnahmungen
In den zehn überprüften Prostitutionswohnungen traf die Polizei insgesamt zehn Frauen und vier Freier an. Bei den Frauen handelte es sich nach der Mitteilung um sechs Vietnamesinnen, eine Chinesin, zwei Deutsche und eine Tschechin. Die asiatischen Frauen konnten alle keine gültigen Aufenthaltstitel vorweisen; ihnen wird nun verbotene Prostitutionsausübung und unerlaubter Aufenthalt vorgeworfen.
Die Ermittler beschlagnahmten zahlreiche Kommunikationsgeräte und Fahrzeuge; zudem wurden Bargeldbestände in einem niedrigen fünfstelligen Bereich gepfändet oder gesichert. Die Staatsanwaltschaft und das Kommissariat 34 werten weiterhin die sichergestellten Gegenstände aus. Laut Polizei besteht der Verdacht, dass einer der Beschuldigten in Passau Wohnungen vermittelt und Frauen aktiv aus dem europäischen Ausland nach Deutschland gebracht haben soll.
Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

