Pokal-Aus für Ratiopharm Ulm: Hagen nutzt Schwächen eiskalt aus

Foto: Harry Langer via PM BBU
Presse Augsburg
2 Minuten Lesezeit

Ratiopharm Ulm scheidet nach einer 98:107-Niederlage gegen Phoenix Hagen bereits im Achtelfinale des Netto BBL-Pokals aus. Vor allem nach der Pause bekommen die Ulmer die Partie nicht mehr in den Griff. Zu viele Ballverluste und eine anfällige Defensive ebnen den Gästen den Weg zum Sieg.

 

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit geriet Ulm im dritten Viertel ins Hintertreffen. Phoenix Hagen legte einen 10:0-Lauf hin und übernahm die Kontrolle. Zwar fanden die Gastgeber zwischenzeitlich Antworten, doch die treffsicheren Hagener konterten konsequent und erspielten sich die entscheidenden Vorteile.

Besonders im Schlussabschnitt wurde der Unterschied deutlich: Hagen erzielte 38 Punkte und ließ Ulm defensiv kaum zur Ruhe kommen.

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Ballverluste kosten wichtige Chancen

Ein wesentlicher Faktor für die Niederlage war der Umgang mit dem Ball. Ulm leistete sich 16 Ballverluste und damit deutlich mehr als im eigenen Durchschnitt. Hagen dagegen agierte aufmerksam, verbuchte neun Steals und kam auf lediglich zehn Turnover.

In einem offensiv geprägten Spiel machten die zusätzlichen Wurfmöglichkeiten für die Gäste letztlich den Unterschied.

Watson und Rataj überzeugen

Offensiv ragten auf Ulmer Seite Ibi Watson und Mike Rataj heraus. Beide erzielten jeweils 22 Punkte. Watson überzeugte zudem mit einer Dreierquote von 80 Prozent, Rataj steuerte vier Assists bei. Jaylen Sims und Meissa Faye kamen ebenfalls auf zweistellige Werte und erzielten jeweils 16 Punkte.

Harrelson kritisiert fehlende Konsequenz

Trotz der starken Einzelleistungen reichte es für Ulm nicht. Die Mannschaft kassierte insgesamt 107 Punkte und bekam die gegnerische Offensive über die gesamte Spielzeit nicht entscheidend gestoppt. Damit endet der Pokalwettbewerb für die Ulmer bereits früh.

Cheftrainer Ty Harrelson fand nach der Partie deutliche Worte: „Wir haben heute gegen eine sehr gute Hagener Mannschaft verloren. Über die gesamten 40 Minuten haben wir keinen Weg gefunden, Stops zu kreieren und diese heißgelaufene Offensive aufzuhalten. Am Ende waren wir heute nicht tough genug. Hagen war uns in jeder umkämpften Statistik überlegen“.

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