Polizeipräsidium Oberpfalz verteilt Präventionsmaterial gegen Callcenter-Betrug
Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat eine Neuauflage seiner Präventionskampagne gegen Callcenter-Betrug gestartet und verteilt erneut Informationsflyer im Stil von Arztrezepten an regionale Hilfsorganisationen sowie an Zahnarztpraxen. Ziel der Aktion ist es, die Bevölkerung frühzeitig über die unterschiedlichen Maschen wie Schockanrufe, falsche Polizisten, Arzt- oder Enkeltrick sowie die sogenannten „Russischen Callcenter“ zu informieren und so finanzielle Schäden zu verhindern.
Verteilung über Pflegeeinrichtungen und Zahnarztpraxen
Nach einer erfolgreichen ersten Verteilaktion sollen die Präventions-Arztrezepte nun verstärkt in ambulanten Pflegediensten an Patienten ausgegeben werden. Auch der Zahnärztliche Bezirksverband Oberpfalz beteiligt sich und wird die Flyer in teilnehmenden Praxen auslegen. Polizeipräsident Robert Fuchs erklärt dazu: „Unser Ziel ist, dass möglichst viele Menschen die widerwärtigen Maschen der Callcenter-Betrüger erkennen, bevor es zu einer Übergabe von Geld- oder Wertgegenständen kommt.“ Er betont die Rolle der persönlichen Ansprache: „Die persönliche Ansprache ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Prävention. Vor allem Pflegekräfte genießen bei vielen Patienten großes Vertrauen und können die Warnhinweise im passenden Moment weitergeben.“
Prävention auch in Banken, Taxis und Arztpraxen
Die Aktion ergänzt bereits bestehende Maßnahmen des Polizeipräsidiums. In Banken werden Mitarbeitende mit speziellen Pyramiden-Aufstellern und Geldumschlägen mit Warnhinweisen unterstützt, um verdächtige Situationen frühzeitig zu erkennen. Taxifahrer erhalten Hinweiskarten und Duftbäume, weil sie oft „Schlüsselpersonen“ sind: Viele Opfer fahren mit dem Taxi zur Bank, und auch die Abholer von Geld nutzen häufig ein Taxi. Beim Arzt informiert ein Flyer im Rezeptstil Patientinnen und Patienten über die Betrugsgefahren. Alle Maßnahmen verfolgen das Ziel, Warnsignale bekannt zu machen und Vertrauenspersonen im Umfeld potenzieller Opfer einzubinden.
Die Polizei gibt konkrete Verhaltenshinweise: Legen Sie sofort auf, wählen Sie selbstständig die 110 und fragen Sie bei der Polizei nach, ob die angegebenen Informationen des Telefonats richtig sind. Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde, auch nicht an Personen, die sich als Polizisten ausgeben. Bankmitarbeiter werden nie an der Haustür nach Bankkarten und PINs fragen; geben Sie Karte und PIN niemals an unbekannte Personen weiter. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch Polizisten oder andere Amtsträger. Rufen Sie niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurück, da Täter Call-ID-Spoofing nutzen können. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display. Vereinbaren Sie mit Angehörigen ein persönliches Codewort, um echte Notrufe von Betrugsversuchen zu unterscheiden. Löschen Sie gegebenenfalls Ihren Telefonbucheintrag oder entfernen Sie zumindest Vornamen und Adresse über Ihren Telefonanbieter.
Dieser Artikel basiert auf einer offiziellen Polizeimeldung. Für die sprachliche Überarbeitung wurde künstliche Intelligenz eingesetzt.

