Regensburg | 18-Jähriger will Bundespolizisten die Rolltreppe hinunterstoßen

Nach einer Schwarzfahrt im Zug hat am Freitag (1. Dezember) ein 18-jähriger Marokkaner versucht, Bundespolizisten die Rolltreppe hinunterzustoßen. Bei weiteren tätlichen Angriffen auf die eingesetzten Beamten verletzte sich eine Polizistin leicht.

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Symbolfoto Bundespolizei

Gegen 17:30 Uhr informierte ein zufällig anwesender Bundespolizist im Zug von Nürnberg nach Regensburg das Bundespolizeirevier Regensburg über einen Fahrgast ohne gültiges Ticket. Die Zugbegleiterin hatte den Beamten um Hilfe gebeten, weil der 18-jährige Marokkaner sich unkooperativ verhielt.

Eine Bundespolizeistreife wartete am Bahnsteig auf den einfahrenden Zug. Auch gegenüber den Polizisten verweigerte der Mann die Angaben seiner Personalien. Aufgrund seines berauscht wirkenden Zustandes musste der 18-Jährige auf dem Weg zur Dienststelle gestützt werden.

Auf der Rolltreppe zum Arcadensteg warf sich der Marokkaner plötzlich gegen die Griffe der Beamten nach vorne und hinten, um sie die Rolltreppe hinunter zu stoßen. Dabei beleidigte er die Beamten mehrmals. Die Bundespolizisten mussten den Mann fixieren.

Auch am Arcadensteg versuchte der Mann mehrmals, sich aus den Griffen der Bundespolizisten zu befreien. Die Beamten mussten den 18-Jährigen zu Boden bringen und fesseln.

Als eine weitere Bundespolizeistreife den eingesetzten Beamten zu Hilfe kam, versuchte der Marokkaner, eine Bundespolizistin in die Hand zu beißen. Die Beamtin verletzte sich durch die permanenten Attacken des Mannes leicht am Schienbein.

Das Bundespolizeirevier Regensburg ermittelt wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und Erschleichens von Leistungen. Ein auf der Dienststelle durchgeführter Drogenschnelltest ergab einen Hinweis auf die Einnahme von Amphetamin. Die Staatsanwaltschaft Regensburg ordnete eine Blutentnahme an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzten die Beamten den Mann auf freien Fuß.