Im Topspiel des 17. Spieltags der Basketball-Bundesliga musste sich Ratiopharm Ulm den Basketball Löwen Braunschweig mit 98:89 geschlagen geben. In einem temporeichen Duell der jüngsten Teams der Liga bewiesen die Gastgeber aus Niedersachsen ihre Nervenstärke und verhinderten eine Ulmer Aufholjagd.
Rasanter Start und defensiver Nachholbedarf
Das Spiel begann erwartungsgemäß dynamisch: Luka Scuka eröffnete für Braunschweig mit einem erfolgreichen Dreier, während Noa Essengue mit einem krachenden Dunk für Ulm antwortete. Trotz schnellem Spiel auf beiden Seiten offenbarte Ulm in der Defensive Schwächen, die die Gastgeber konsequent nutzten (27:21).
Philipp Herkenhoff, Co-Kapitän der Ulmer, glänzte zwar mit einer starken Phase, in der er drei Angriffe in Folge erfolgreich abschloss, doch Braunschweig blieb unbeeindruckt. Selbst unter Druck fanden die Löwen immer wieder Wege, schwierige Würfe zu verwandeln, und gingen mit einer 50:39-Führung in die Halbzeit.
Dreierflaute und harte Arbeit unterm Korb
Ein entscheidender Faktor für den Rückstand war die Ulmer Dreierquote: Bis zur Halbzeit hatte das Team keinen einzigen von acht Versuchen aus der Distanz getroffen. Umso wichtiger waren die Offensivrebounds (10), die Ulm wenigstens im Spiel hielten.
Nach der Pause brach Nelson Weidemann endlich den Bann und verwandelte den ersten Dreier für Ulm, gefolgt von einem Steal und einem erfolgreichen Abschluss, der Hoffnung aufkeimen ließ (58:52, 26. Minute). Doch die Löwen ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und behaupteten ihre Führung auch nach drei Vierteln (68:62).
Spannende Schlussphase mit Highlights auf beiden Seiten
Im letzten Abschnitt entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. Während Topscorer Jessup, Alfonso Plummer und Center Márcio Santos für Ulm punkteten, konterten Braunschweigs Schützen wie Scuka und Zylka zuverlässig. Der Offensivrhythmus der Gäste wurde immer wieder gebrochen, sodass Ulm nie die entscheidende Kontrolle übernehmen konnte (78:70, 34. Minute).
Am Ende behielten die Löwen vor eigenem Publikum die Oberhand und sicherten sich den verdienten Sieg mit 98:89.
Mit der Niederlage fällt Ulm in der Tabelle zurück, während die Basketball Löwen Braunschweig weiter in der Spitzengruppe mitmischen. Die Ulmer haben jedoch die Chance, aus der Niederlage zu lernen und im nächsten Spiel wieder anzugreifen.


