Tierheim in Höchstädt muss schließen – Auflösung bis Ende Juli 2025 angeordnet

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Presse Augsburg
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Der Tierschutzverein für den Landkreis Dillingen e.V. steht vor dem endgültigen Aus für sein Tierheim in Höchstädt. Das Landratsamt Dillingen a.d.Donau hat am 9. Juli 2025 per Bescheid verfügt, dass der Tierbestand bis spätestens 31. Juli 2025 vollständig aufgelöst sein muss. Die erste Vorsitzende des Vereins wurde entsprechend offiziell informiert.

Hintergrund ist eine bereits am 20. Mai 2025 ergangene Entscheidung der Aufsichtsbehörde, in der der Antrag auf Erteilung einer Betriebserlaubnis nach § 11 des Tierschutzgesetzes abgelehnt wurde. Grund dafür waren nicht erfüllte bauliche und organisatorische Anforderungen – trotz wiederholter Gespräche und Hilfsangebote des Landratsamtes.

Tiere weiterhin vor Ort – Frist nicht eingehalten

Die damals gesetzte Frist zur Räumung – der 30. Juni 2025 – verstrich ohne Reaktion des Vereins. Laut Landratsamt wurden keine Nachweise zur Abgabe oder Vermittlung der Tiere eingereicht. Bei einer Kontrolle am 1. Juli 2025 durch Amtstierärztinnen wurden weiterhin 20 Katzen und 9 Hunde im Tierheim festgestellt.

„Die geforderte Auflösung des Tierbestandes ist nicht erfolgt. Dies macht die zwangsweise Durchsetzung der Verfügungen mit den Mitteln der Verwaltungsvollstreckung nunmehr erforderlich“, heißt es aus dem Landratsamt Dillingen.

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Letzte Chance zur Vermittlung

Bis zum 31. Juli hat der Verein noch die Möglichkeit, die Tiere an geeignete Privatpersonen zu vermitteln oder anderweitig unterzubringen. Unterstützung erhält er dabei vom Deutschen Tierschutzbund, da das Tierheim über den Dillinger Tierschutzverein Mitglied im Dachverband ist.

Von den noch untergebrachten 20 Katzen sind laut Behörde vier sofort vermittelbar. Die restlichen 16 Tiere – Mutterkatzen mit Welpen – könnten übergangsweise gut in Pflege untergebracht werden. Auch die neun Hunde müssten entsprechend versorgt werden.

Neuer Antrag möglich – Baupläne noch unvollständig

Trotz der aktuellen Schließung ist eine Wiederaufnahme des Betriebs prinzipiell nicht ausgeschlossen. Voraussetzung ist, dass bauliche und tierschutzrechtliche Vorgaben künftig erfüllt werden. Ein entsprechender Bauantrag zur Errichtung zweier Katzencontainer und einer Hundequarantänestation wurde im Juni beim Landratsamt eingereicht.
„Der Antrag ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig und kann deshalb noch nicht abschließend bearbeitet werden“, erklärt die Behörde am 9. Juli.

Zahlreiche Unterstützungsangebote im Vorfeld

Das Landratsamt betont, dass in den vergangenen zwei Jahren viele Unterstützungsangebote gemacht wurden – unter anderem durch Bürgermeister aus der Region sowie den Bayerischen Gemeindetag. Dennoch konnten die geforderten Verbesserungen nicht rechtzeitig umgesetzt werden.

Das Tierheim Höchstädt steht nun unter Zeitdruck: Die Zukunft der dort untergebrachten Tiere muss bis Ende Juli geregelt werden – andernfalls droht eine zwangsweise Umsetzung der Maßnahmen durch die Behörden.
 

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.