Mit gefälschten Bankbriefen und anschließenden Telefonanrufen haben Betrüger im Landkreis Bamberg zwei Menschen um insgesamt mehr als 120.000 Euro gebracht.
Anfang Oktober erhielt eine Frau aus dem Landkreis Bamberg einen Brief, der scheinbar von ihrer Hausbank stammte. Darin wurde sie über einen angeblichen Hackerangriff auf ihr Konto informiert. Über einen QR-Code gelangte sie auf eine gefälschte Internetseite und gab dort ihre Bankdaten ein.
Wenige Tage später rief ein angeblicher Sicherheitsmitarbeiter der Bank an. Er behauptete, unberechtigte Überweisungen rückgängig machen zu können, und forderte die Frau auf, mehrere Transaktionsnummern (TAN) durchzugeben. Mit den TAN lösten die Betrüger über mehrere Tage hinweg Überweisungen aus. Der Schaden beträgt in diesem Fall mehr als 80.000 Euro.
Auch ein Mann aus dem Landkreis Bamberg erhielt Ende September einen vermeintlichen Brief seiner Hausbank mit einem QR-Code. Anfang Oktober meldete sich telefonisch ein angeblicher Bankmitarbeiter. Der Mann gab zwei TAN weiter. Anschließend wurden rund 40.000 Euro von seinem Konto abgebucht. Der Brief war im Namen einer anderen Bank verfasst als im ersten Fall. Wie die Täter den Zusammenhang zwischen den Betroffenen und deren jeweiligen Banken herstellen konnten, ist noch unklar.
Kriminalpolizei warnt vor der Masche
Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen übernommen. Sie weist darauf hin, dass QR-Codes in Briefen nicht ungeprüft gescannt werden sollten. Die dahinterliegende Internetseite kann einer echten Bankseite täuschend ähnlich sehen. Die Internetadresse sollte vollständig überprüft werden. Im Zweifel sollten Kunden die bekannte Internetadresse ihrer Bank oder deren offizielle App verwenden.
- Banken fordern ihre Kunden nicht dazu auf, TAN telefonisch weiterzugeben, um Überweisungen zu stoppen oder rückgängig zu machen.
- Bei Unsicherheit sollte die Bank ausschließlich über eine bekannte Telefonnummer kontaktiert werden, etwa über die Bankkarte oder ein offizielles Schreiben.
- Kontaktdaten aus einem verdächtigen Brief oder Anruf sollten nicht verwendet werden.
- Bei verdächtigen Anrufen sollten Betroffene auflegen und sich nicht unter Druck setzen lassen.
Wer bereits Bankdaten oder TAN weitergegeben hat, sollte unverzüglich die Bank über einen offiziellen Kontaktweg informieren, den Zugang beziehungsweise betroffene Karten und Konten sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Auf dieser Seite lesen Sie die Pressemitteilungen der Polizeiinspektionen oder Feuerwehren. Diese werden »ungeprüft« von uns veröffentlicht. Für die Inhalte übernimmt Presse Augsburg keinerlei Verantwortung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die jeweilige Dienststelle.
Dieser Beitrag wurde unter Einsatz Künstlicher Intelligenz erstellt.

