IG Metall weitet Warnstreiks am Freitag aus – 105 Betriebe in Bayern betroffen

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Presse Augsburg
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Die IG Metall verschärft am Freitag (6. November) ihre Warnstreiks in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Zehntausende Beschäftigte in insgesamt 105 Betrieben sind zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Auch in Schwaben sind mehrere Unternehmen betroffen. Besonders umfangreiche Streikaktionen sind im Raum Nürnberg geplant.

Nach den Warnstreiks mit mehr als 11.000 Teilnehmenden am Donnerstag erhöht die IG Metall Bayern den Druck auf die Arbeitgeber. Am Freitag sollen die Arbeitsniederlegungen sowohl hinsichtlich ihrer Dauer als auch der Zahl der beteiligten Betriebe deutlich ausgeweitet werden.

Die Gewerkschaft setzt dabei vor allem auf sogenannte Frühschlussaktionen. Beschäftigte beenden ihre Schicht vorzeitig und gehen früher ins Wochenende. Daneben sind zahlreiche Kundgebungen vor Werkstoren und an zentralen Standorten vorgesehen.

Warnstreiks in Schwaben: Kundgebungen in Elchingen, Burtenbach und Schwabmünchen

Auch in Bayerisch-Schwaben sind mehrere größere Unternehmen von den Warnstreiks betroffen. Bei Bosch Rexroth in Elchingen sind alle Schichten zum Arbeitskampf aufgerufen. Eine Kundgebung ist für 10 Uhr an der Glockeraustraße 2 angekündigt.

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Beim Nutzfahrzeughersteller Kögel Trailer in Burtenbach beteiligen sich die Früh- und Spätschicht an den Aktionen. Dort ist um 9.30 Uhr eine Kundgebung am Werksgelände geplant.

In Schwabmünchen finden beim Unternehmen KERN LIEBERS gleich zwei Kundgebungen statt. Die erste beginnt um 11.30 Uhr, eine weitere ist für 18.30 Uhr vorgesehen. Auch bei Osram in Schwabmünchen sollen Beschäftigte aller Schichten ihre Arbeit vorzeitig beenden.

Weitere Warnstreiks sind bei AGCO in Marktoberdorf sowie bei Bosch in Immenstadt geplant. Auch dort setzt die Gewerkschaft auf Frühschlussaktionen in allen Schichten.

Nürnberg: Beschäftigte aus über 30 Betrieben beenden Arbeit um 11 Uhr

Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Großraum Nürnberg. In mehr als 30 Betrieben sollen die Beschäftigten bereits um 11 Uhr ihre Arbeit niederlegen. Die Spät- und Nachtschichten fallen nach Angaben der IG Metall vollständig aus.

Betroffen sind unter anderem Standorte von Bosch, MAN Truck & Bus, ZF, Innomotics, Siemens Energy und Diehl.

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Auch in Erlangen ist eine größere Kundgebung geplant. Beschäftigte von Siemens Energy, Siemens, Framatome, Sivantos und Siemens Mobility versammeln sich um 12 Uhr an der Siemenspromenade.

BMW in Dingolfing und weitere Industriebetriebe betroffen

In Niederbayern beteiligt sich unter anderem das BMW-Werk Dingolfing an den Warnstreiks. Die Spätschicht soll ihre Arbeit um 19.30 Uhr und damit zweieinhalb Stunden früher als üblich beenden.

Weitere Arbeitsniederlegungen sind unter anderem bei MANN+HUMMEL in Marklkofen, Strama in Straubing und mehreren Logistikunternehmen geplant.

Im niederbayerischen Teisnach kommen Beschäftigte von Rohde & Schwarz, Rodenstock, LINHARDT und Bartec Benke um 11 Uhr zu einer gemeinsamen Kundgebung zusammen.

In Oberbayern sind unter anderem KNDS, Siemens Mobility und MTU in München beteiligt. Dort findet um 9.30 Uhr eine gemeinsame Kundgebung statt. Auch bei Schaeffler in Ingolstadt ist ein Warnstreik der Nachtschicht vorgesehen.

Zahlreiche weitere Aktionen in ganz Bayern

In der Oberpfalz ruft die IG Metall unter anderem bei Siemens Healthineers in Kemnath zu Arbeitsniederlegungen auf. Dort ist um 11.50 Uhr eine Kundgebung geplant. Weitere Aktionen finden in Amberg, Berching, Pleystein und Schwandorf statt.

In Unterfranken stehen unter anderem Bosch Rexroth in Lohr und Magna Mirrors in Dorfprozelten im Mittelpunkt. Beschäftigte demonstrieren dort vor den Werkstoren. Weitere Kundgebungen sind in Alzenau und Bürgstadt angekündigt.

Auch in Oberfranken sollen zahlreiche Betriebe früher ins Wochenende gehen. Betroffen sind unter anderem Schaeffler in Hirschaid, ZF in Bayreuth, Wieland Electric in Bamberg sowie weitere Unternehmen in Kronach, Kulmbach, Marktredwitz und Hof.

IG Metall fordert mehr Geld und sichere Arbeitsplätze

Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft ihre Forderungen in der laufenden Tarifauseinandersetzung unterstreichen. Im Mittelpunkt stehen höhere Einkommen und die Sicherung von Arbeitsplätzen.

„Bayernweit setzen sich die Beschäftigten bei unseren Warnstreiks mit Nachdruck für mehr Geld und sichere Arbeitsplätze ein. Die Arbeitgeber sollten diese Signale nicht überhören“, erklärte Bayerns IG-Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Horst Ott.

Bereits im Vorfeld hatte Ott angekündigt: „Am Freitag werden wir unsere Warnstreiks hinsichtlich Menge und Dauer nochmal erheblich ausweiten.“

Mit den Aktionen in 105 Betrieben erreicht die aktuelle Warnstreikwelle in Bayern einen weiteren Höhepunkt. Wie viele Beschäftigte sich tatsächlich beteiligen, dürfte sich erst nach Abschluss der Arbeitsniederlegungen zeigen.

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