Betrügerische Teerkolonnen im Landkreis Landshut aktiv: Polizei warnt vor Haustürbetrug

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Im Landkreis Landshut häufen sich seit Anfang dieser Woche betrügerische Aktivitäten von Teerkolonnen. Das Polizeipräsidium Niederbayern gibt einen dringenden Warnhinweis heraus.

Vorfall in Schalkham

Am 19. Mai 2026 boten Bauarbeiter einem 61-jährigen Anwohner in Schalkham kostenlos übriggebliebenen Teer von einer angeblichen Baustelle an. Nach Zustimmung des Mannes kamen am Nachmittag zwei Lkw und mehrere Pkw auf sein Grundstück und begannen mit den Arbeiten. Nach diesen, qualitativ mangelhaften, Asphaltarbeiten verlangten sie 4000 Euro. Unter Druck gesetzt, übergab der Mann eine niedrige vierstellige Summe in bar. Die Arbeiter verließen anschließend das Grundstück. Die Polizeiinspektion Rottenburg a.d.Laaber hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Betrüger in Baierbach entdeckt

Eine Stunde später, gegen 11.00 Uhr, meldete ein Bürger der Polizeiinspektion Vilsbiburg Arbeiter mit polnischen Fahrzeugen, die Teerarbeiten anboten. Zwei Fahrzeuge mit polnischer Zulassung wurden in Baierbach entdeckt. Die Ermittlungen ergaben, dass die drei Fahrzeuginsassen, zwei Männer (32 und 35 Jahre) mit polnischer und ein 30-jähriger mit britischer Staatsangehörigkeit, keine Gewerbeberechtigung besitzen und bereits mehrfach betrügerisch auffielen.

Verhalten und Schutzmaßnahmen

Im Raum Rottenburg a.d.Laaber, Hohenthann, Bayerbach bei Ergoldsbach und Oberdörnbach wurden ebenfalls betrügerische Teerkolonnen gemeldet. Typisch für die Betrüger ist, dass sie angeblich übrig gebliebenen Teer von Baustellen zu einem geringen Preis anbieten, um dann durch mangelhafte Arbeiten überhöhte Summen zu fordern.

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Bürger sollten grundsätzlich keine Haustürgeschäfte akzeptieren, Barzahlungen vermeiden und auf ordnungsgemäße Rechnungen bestehen. Im Zweifelsfall sollte die Polizei eingeschaltet werden, um Bedrohungen zu melden und Belege sicherzustellen.

Meldungen dieser Art nehmen zu, weshalb die Polizei rät, bei „Restmaterial“-Angeboten besonders misstrauisch zu sein.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.