Amberg. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg veranstaltete am Montag, den 20. April 2026, ein Pressegespräch zum Thema Callcenter-Betrug. Dabei wurde Herr Seegerer für seine Mithilfe bei der Festnahme eines Geldabholers geehrt. Herr Seegerer erkannte die Betrugsmasche am Telefon, spielte mit und ermöglichte so die Festnahme des Täters.
Polizei geht gegen Callcenter-Betrug vor
Callcenter-Betrug ist ein ständig präsentes Problem in der Oberpfalz, täglich werden neue Fälle bekannt. Beim Pressegespräch erläuterten Kriminaldirektor Dr. Tobias Mattes, Erster Hauptkommissar Thomas Fenzl und Sachbearbeiter Dennis Ceesay die bekanntesten Methoden dieser Betrugsart. Trotz eines Rückgangs der Anzeigen auf 1.027 Fälle im Jahr 2025 beträgt der Vermögensschaden noch immer über 1,8 Millionen Euro.
Zivilcourage verhindert Betrug
Herr Seegerer erhielt Anfang März einen Schockanruf, bei dem ihm vorgegaukelt wurde, dass seine Tochter einen Unfall verursacht hätte und eine Kaution erforderlich sei. Durch sein besonnenes Verhalten und die sofortige Benachrichtigung der Polizei konnte am selben Nachmittag ein 56-jähriger Geldabholer festgenommen werden. Ein weiterer aktueller Fall vom Wochenende führte zur Festnahme einer 29-jährigen serbischen Geldabholerin.
Festnahme nach Schockanruf
Am 17. April 2026 fiel ein 48-jähriger Amberger ebenfalls auf einen Callcenter-Betrug herein. Er übergab 23.000 Euro, bevor er den Betrug erkannte und die Polizei alarmierte. Die 29-jährige Täterin wurde mit dem Bargeld am Bahnhof Schwandorf festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Die Polizei warnt vor solchen Anrufen und rät, niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Fremde zu übergeben. Es werden Präventionstipps gegeben: Bei Anrufen mit Forderungen sofort auflegen, die Polizei über die 110 kontaktieren und sich nicht unter Druck setzen lassen. Persönliche Sicherheit kann auch durch das Löschen von Telefonbucheinträgen oder das Nutzen eines persönlichen Codeworts erhöht werden.




