Landkreis Donau-Ries zieht Bilanz der Demenzwoche 2026

Presse Augsburg
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Mit Kabarett, Filmen, Gottesdienst, Fachvorträgen und Beratungsangeboten wollte die Demenzwoche 2026 im Landkreis Donau-Ries über die Erkrankung informieren, Angehörige unterstützen und Demenz aus der Tabuzone holen.

Das Landratsamt Donau-Ries zieht eine positive Bilanz der Veranstaltungswoche. Ein Netzwerk aus regionalen Institutionen und Vereinen bot dazu Veranstaltungen im gesamten Landkreis an. Nach Angaben des Landratsamts sind in Bayern rund 270.000 Menschen von Demenz betroffen.

Von Kabarett bis Gottesdienst

Den Auftakt bildete am 17. September das humorvolle Präventionskabarett „Ned mit mir“ mit Tom Bauer in der Alten Brauerei in Mertingen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom KompetenzNetz Senioren, Pflege und Menschen mit Behinderung des Landratsamts gemeinsam mit Fachleuten der Polizeiprävention.

In Kooperation mit dem Ries-Theater Nördlingen, dem Kino „Lichtspiele Wemding“ und der Stadt Wemding wurden die Filme „Der verlorene Mann“ und „Memory“ gezeigt. In der Kirche St. Sebastian in Oettingen fand außerdem ein ökumenischer Demenzgottesdienst statt. Er wurde von Pfarrer Richard Hörmann und Seelsorgerin Gisela Münderlein in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Betreuung und Pflege am Hofgarten Oettingen gestaltet.

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Informationen und Unterstützung für den Alltag

Ein Schwerpunkt lag auf fachlichem Austausch und alltagsnaher Unterstützung. Der Vortrag „Hörgesundheit ist Gehirngesundheit“ in Rain befasste sich mit dem Zusammenhang von gutem Hören und geistiger Fitness. Weitere Themen waren normale und auffällige Vergesslichkeit, das geduldige Begleiten im Pflegealltag sowie die gesundheitliche Versorgungsplanung und die Beratung zum Lebensende.

Der Gerontopsychiatrische Dienst der Diakonie Donau-Ries bot Vorträge, einen dreiteiligen Spezialkurs zur Gerontopsychiatrie und einen Improvisationstheater-Abend mit den „Tabutanten“ an. Zudem gab es eine gemeinsame Erkundungswanderung mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Donau-Ries. Die Betreuungsstelle des Landratsamts informierte zusammen mit den Betreuungsvereinen von SKM und Caritas über ehrenamtliche rechtliche Betreuungen.

Weitere Angebote waren ein kostenloser Demenz-Screeningtag des Digitalen Demenzregisters Bayern (digiDEM Bayern) im Landratsamt Donauwörth und eine spezialisierte ETEP-Schulung des Pflegestützpunkts zur ehrenamtlichen Alltagsbegleitung. Hinzu kamen die Angehörigenschulung „Hilfe beim Helfen“, die Gesprächskreise „Die Demenz mitten im Leben“, zwei Online-Vorträge zur demenzgerechten Wohnraumanpassung sowie ein Angebot des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz zum gemeinsamen Beobachten von Vögeln an Futterstellen.

Die Fachstelle für pflegende Angehörige befasste sich außerdem mit einem sensiblen, traumasensiblen Blick auf den fortgeschrittenen Krankheitsverlauf. Referentin war Judith Ergenz.

Demenzfreundliche Anlaufstellen und Beratung

Als demenzfreundliche Anlaufstellen engagierten sich unter anderem die Stadt-Apotheke Wemding, die St. Georgs Apotheke Nördlingen, die Maximilium Apotheke Donauwörth und die St. Michaels Apotheke Oettingen. Auch die Stadtbüchereien in Wemding und Mertingen beteiligten sich als demenzfreundliche Bibliotheken.

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Auch nach der Demenzwoche beraten die Betreuungsstelle, der Pflegestützpunkt, die Wohnberatung und die Fachstelle für pflegende Angehörige unabhängig, neutral und kostenfrei. Die Betreuungsstelle ist unter 0906 74-6390 erreichbar. Der Pflegestützpunkt berät in Donauwörth unter 0906 74-6116 und in Nördlingen unter 0906 74-6886.

Die Wohnberatung ist unter 0906 74-1526 erreichbar, die Fachstelle für pflegende Angehörige unter 0906 74-1527.

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