Landkreis Oberallgäu errichtet weitere Notunterkunft für Flüchtlinge in Immenstadt

Aufgrund zunehmender Zuweisungen von Flüchtlingen müssen im Landkreis Oberallgäu immer mehr Notunterkünfte gebaut werden.

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Symbolbild

Da weiterhin viele Asylbewerber und Flüchtlinge kommen, ist inzwischen die maximale Kapazität im Landkreis erreicht. Um Schul- und Vereinssport nicht zu beeinträchtigen, errichtet der Landkreis Oberallgäu momentan in Immenstadt ein weiteres Zelt zur Notunterbringung von Geflüchteten.

Das Thermozelt wird auf dem Grundstück neben dem bereits bestehenden Zelt gebaut und steht ab dieser Woche zur Verfügung. Die Unterkunft bietet Platz für maximal 120 Personen, die dort für kurze Zeit bleiben werden, bis neue Unterkünfte bereitgestellt sind. Es handelt sich um ein Thermozelt mit besonderer Isolierung, das auch für den Winter geeignet ist.

Es wird rund um die Uhr vor Ort einen Sicherheitsdienst geben. Welche Personengruppen in der Unterkunft untergebracht werden sollen, steht noch nicht fest, da die Zuweisungen jede Woche sehr kurzfristig erfolgen.

Das Landratsamt sucht weiterhin nach passendem Wohnraum für Flüchtlinge, damit ihnen eine würdige Unterbringung geboten werden kann. Wer Interesse hat, Wohnungen, Gebäude oder Grundstücke an den Landkreis zu vermieten, kann sich über wohnungsangebote-ukraine@lra-oa.bayern.de an das Amt für Migration wenden.

Fast 1.600 aus der Ukraine geflohene Menschen leben im Oberallgäu

Aktuell gibt es im Oberallgäu 53 Flüchtlingsunterkünfte. Im Landkreis leben 1.580 Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind. Etwa 630 Menschen sind in dezentralen Unterkünften untergebracht und 950 Menschen haben eine private Unterkunft gefunden. Zusätzlich befinden sich 650 Menschen in einem laufenden Asylverfahren, es gibt 170 Personen, die geduldet werden und 300 Menschen, welche bereits eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen und ausziehen könnten, jedoch keine Wohnungen finden.