Wie verändern Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Trauerkultur, was schulden wir sterbenden Menschen und ihren Angehörigen, und welche Antworten gibt die christliche Theologie? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Leitershofer Dialog am Samstag, 7. November 2026, von 15 bis etwa 20 Uhr im Exerzitienhaus St. Paulus in Leitershofen.
„Bruder Tod“ als Ausgangspunkt
Anlass ist der 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi im Jahr 2026. In seinem Sonnengesang bezeichnet Franziskus den Tod als „Bruder Tod“. Der Studiennachmittag greift dieses Bild auf und nimmt den heutigen Umgang mit Sterben, Tod, Trauer und Endlichkeit aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick.
Als Referenten sind die Journalistin und Kulturhistorikerin Dr. Rieke C. Harmsen, der Palliativmediziner und Medizinethiker Dr. med. Michael Rechenmacher sowie Prof. Dr. Rupert Scheule eingeladen. Harmsen beleuchtet den Einfluss von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz auf die Trauerkultur. Rechenmacher spricht über Herausforderungen am Lebensende. Scheule, Inhaber des Lehrstuhls für Moraltheologie an der Universität Regensburg, fragt nach der Bedeutung christlicher Vorstellungen von Tod und Hoffnung für die Gegenwart.
Podiumsgespräch und gemeinsames Abendessen
Im Anschluss an die drei Vorträge bietet ein Podiumsgespräch Gelegenheit, die unterschiedlichen Perspektiven miteinander zu verbinden und Fragen aus dem Publikum einzubringen. Beim abschließenden gemeinsamen Abendessen mit spirituellen Impulsen können die Gespräche fortgesetzt werden.
Der Leitershofer Dialog ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat des Diözesan-Exerzitienhauses St. Paulus Leitershofen und des Akademischen Forums des Bistums Augsburg.
Der Teilnehmerbeitrag beträgt 30 Euro inklusive Abendessen, für Studierende 20 Euro. Eine Anmeldung ist bis zum 2. November 2026 telefonisch unter 0821/90754-0, per E-Mail an info@exerzitienhaus.org oder über das Online-Anmeldeformular des Exerzitienhauses möglich.

