Lichterprozession leitet Höhepunkte des Ulrichjubiläums in Augsburg ein

Das Ulrichsjubiläum im Bistum Augsburg steuert seinem Höhepunkt entgegen: Am 28. Dezember jährt sich die Bischofsweihe des heiligen Ulrich zum elfhundertsten Male.

Lichterprozession 48
Foto: Wolfgang Czech

Dieser Tag wird im Dom und danach im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses festlich begangen. Zelebrant beim Pontifikalamt im Dom wird der Wiener Kardinal Christoph Schönborn sein, den Papst Franziskus als Päpstlichen Sondergesandten nach Augsburg schickt. Auch der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović, wird dabei sein. Schon am Vorabend findet in der Basilika St. Ulrich und Afra eine Vigil statt, in deren Verlauf der Schrein des heiligen Ulrich in einer Lichterprozession zum Dom getragen wird.

Bischof Dr. Bertram Meier lädt alle Gläubigen zur Vigil mit der Lichterprozession und dem Pontifikalamt am Folgetag herzlich ein: „Es ist schon viel geschehen, seitdem wir das Ulrichsjubiläum 2023/24 im Juli dieses Jahres begonnen haben. Viele Feste, viele Begegnungen, viele geistliche Initiativen – überall in der Diözese habe ich eine intensive Beschäftigung mit unserem Bistumsheiligen wahrgenommen, der uns auch heute noch viel zu sagen hat. Jetzt stehen wir vor dem Höhepunkt des Jubiläumsjahres. Lassen Sie uns alle gemeinsam die Vigil und den Weihetag festlich begehen, auf dass der heilige Ulrich unsere Weggemeinschaft im Glauben stärken möge!“

Lichterprozession einer der Höhepunkte des Jubiläums

Am Donnerstag, 27. Dezember, beginnt die Vigil in St. Ulrich und Afra um 17.30 Uhr. Bischof Bertram wird die Ulrichskerze entzünden, von ihr wird das Licht zu den Kerzen der Gläubigen weitergetragen. Gegen 17.50 Uhr wird sich dann die Lichterprozession durch die Maximilianstraße in Richtung Dom in Bewegung setzen. Auf der Homepage des Bistums www.bistum-augsburg.de wird am 27. Dezember ab 15 Uhr eine Information darüber abrufbar sein, ob die Wetterbedingungen das Abhalten der Prozession erlauben oder ob es Alternativen geben wird. Im Augsburger Mariendom findet die Vigil dann ihren Abschluss. Priester und Diakone sind eingeladen, in Chorkleidung an der Vigil teilzunehmen, ebenso wie am Pontifikalamt am Tag danach.

Kardinal kommt zum Festakt

Dieses beginnt am 28. Dezember um 16 Uhr im Augsburger Mariendom. a.tv, allgäu.tv und K-TV werden live übertragen. Bischof Bertram freut sich, dass Papst Franziskus mit Kardinal Christoph Schönborn eigens einen Päpstlichen Sondergesandten für diesen festlichen Gottesdienst bestimmt hat, und heißt den Kardinal herzlich willkommen: „Dass Papst Franziskus den Erzbischof von Wien Kardinal Christoph Schönborn als seinen persönlichen Gesandten zu uns nach Augsburg schickt, um den 1100. Gedenktag der Bischofsweihe des hl. Bischofs Ulrich zu feiern, freut mich sehr. Schon aus meiner Zeit im Vatikanischen Staatssekretariat kenne ich Kardinal Schönborn persönlich und weiß, dass sich in seiner Person zwei Anliegen treffend verbinden: die missionarische Kirche und die Sorge um Europa. Als Erzbischof von Wien steht er für die Botschaft, dass Europa mit zwei Lungenflügeln atmen muss, wenn es die Einheit wahren und auch als geistige Größe lebendig bleiben will. Von Herzen heiße ich im Namen der Augsburger Diözesanen den Päpstlichen Sondergesandten willkommen und freue mich auf das Fest und die Begegnungen mit ihm.“

Im Anschluss an das Pontifikalamt findet im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses ein Festakt für geladene Gäste statt. Als Gastredner spricht Manfred Weber, der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, zum Thema „Ein Europa für die Menschen“.

Das Ulrichsjubiläum 2023/24, das noch bis Juli 2024 läuft, erinnert unter dem Leitwort „Mit dem Ohr des Herzens“ an den Bistumsheiligen, der am 28. Dezember 923 zum Bischof geweiht worden war und 50 Jahre später starb.