Ein rechteckiger Rasen ohne Bäume, Spielgeräte oder andere Hindernisse ist für moderne Mähroboter längst keine große Herausforderung mehr. Interessant wird es dort, wo der Garten tatsächlich genutzt wird: Ein Trampolin steht mitten auf dem Rasen, daneben ein großer Aufstellpool, Gartenmöbel werden verschoben und zwischen Beeten, Mauern und Spielgeräten bleiben schmale Passagen. Genau unter solchen Bedingungen haben wir den Mammotion LUBA mini 2 AWD 1500 eingesetzt.
- Unboxing und Aufbau: Auspacken und praktisch direkt loslegen
- Ohne Begrenzungskabel und ohne RTK-Antenne
- Unser Garten ist genau die Art Herausforderung, die Mähroboter nicht mögen
- Hinderniserkennung überzeugt
- Gerade für Familiengärten interessant
- Temporäre Sperrflächen: Bei Nachsaat besonders praktisch
- Allradantrieb ist mehr als ein Marketingbegriff
- Saubere systematische Bahnen statt Zufallsprinzip
- Bis zu 500 Quadratmeter mit einer Akkuladung
- Auch an den Rändern mäht der Mammotion sehr gut
- Nicht billig – aber technisch außergewöhnlich komplett
- Unser Fazit zum Mammotion LUBA mini 2 AWD 1500

Und gerade hier zeigt sich die größte Stärke des neuen Mähroboters: Er kommt mit einem Garten zurecht, der alles andere als ideal für einen Roboter vorbereitet wurde. Besonders beeindruckt hat uns im Test, wie präzise der LUBA um unseren Aufstellpool und das Trampolin navigierte. Statt ständig anzustoßen oder große Bereiche vorsichtshalber auszulassen, umfährt er die Hindernisse erstaunlich souverän.
Unboxing und Aufbau: Auspacken und praktisch direkt loslegen
Bereits beim Auspacken fällt positiv auf, wie wenig Aufbauarbeit notwendig ist. Der LUBA mini 2 AWD 1500 wird fertig montiert geliefert. Es müssen keine Räder, Messer oder andere Bauteile montiert werden. Im Grunde genügt es, die Ladestation aufzustellen und deren Netzteil anzuschließen.
Anschließend kann bereits die Einrichtung über die Mammotion-App beginnen. Gerade im Vergleich zu Mährobotern, bei denen zunächst ein Begrenzungskabel verlegt oder eine separate RTK-Antenne montiert und ausgerichtet werden muss, ist die Inbetriebnahme angenehm unkompliziert. Vom Auspacken bis zur eigentlichen Einrichtung des Mähroboters vergehen damit nur wenige Minuten.
Ohne Begrenzungskabel und ohne RTK-Antenne
Schon die Installation unterscheidet den LUBA mini 2 AWD 1500 von klassischen Mährobotern. Ein Begrenzungskabel muss nicht verlegt werden. Noch interessanter: Auch eine separate RTK-Antenne ist bei diesem Modell nicht erforder lich.

Mammotion setzt beim neuen Modell auf ein 360-Grad-LiDAR-System mit einer Reichweite von bis zu 60 Metern und kombiniert dieses mit zwei Kameras und KI-gestützter Bilderkennung. Laut Hersteller ermöglicht das eine zentimetergenaue Positionierung. Die für den LUBA mini 2 AWD 1500 angegebene maximale Rasenfläche beträgt 1.500 Quadratmeter.
Das klingt zunächst nach einem technischen Detail, macht im Alltag aber einen erheblichen Unterschied. Gerade bei einem Garten, der sich im Laufe des Sommers verändert, ist eine virtuelle Karte wesentlich flexibler als ein im Boden verlegtes Kabel.
Die Rasenflächen und Grenzen werden digital verwaltet. Bereiche können angepasst werden, ohne den Garten erneut aufgraben und Begrenzungsdrähte versetzen zu müssen.
Unser Garten ist genau die Art Herausforderung, die Mähroboter nicht mögen
Für unseren Praxistest musste der LUBA nicht auf einer perfekt vorbereiteten Testfläche arbeiten. Im Gegenteil.
Auf der Rasenfläche befinden sich unter anderem ein großes Trampolin und ein Aufstellpool. Beides sind typische Hindernisse, die einen Mähroboter vor Probleme stellen können.
Das Trampolin ist dabei besonders interessant. Seine Beine beziehungsweise das Gestell schaffen zahlreiche Hindernisse, gleichzeitig soll möglichst viel Gras rundherum gemäht werden. Ein Roboter, der Hindernisse lediglich über einen Stoßsensor erkennt, arbeitet hier entsprechend umständlich.
Der LUBA mini 2 AWD 1500 verhielt sich in unserem Test deutlich eleganter. Er erkennt das Trampolin und navigiert um dessen Konstruktion herum. Dabei fährt er vergleichsweise dicht an die Hindernisse heran, ohne dagegenzustoßen.
Noch eindrucksvoller war für uns das Verhalten rund um den Aufstellpool. Dieser nimmt einen großen Teil der Rasenfläche ein und bildet ein massives Hindernis, um das der Roboter herumarbeiten muss. Der LUBA erkennt den Pool zuverlässig und fährt dessen Verlauf sauber ab.
Genau hier merkt man im Alltag den Unterschied zwischen einem Mähroboter, der lediglich irgendwie autonom fährt, und einem System, das seine Umgebung tatsächlich erfasst.
Hinderniserkennung überzeugt
Mammotion spricht von mehr als 300 Arten stationärer und beweglicher Hindernisse, die durch die Kombination aus 360-Grad-LiDAR und Dual-Kamera erkannt werden können.

Solche Herstellerangaben lassen sich in einem normalen Gartentest natürlich nicht vollständig überprüfen. Entscheidend ist ohnehin etwas anderes: Funktioniert die Hinderniserkennung bei den Dingen, die tatsächlich im Garten stehen?
Bei uns lautet die Antwort eindeutig: ja.
Trampolin und Pool waren für den LUBA keine Problemfälle, sondern schlicht Bestandteile seiner Arbeitsumgebung. Das klingt banal, ist aber genau das, was wir von einem guten Mähroboter erwarten. Man möchte den Garten schließlich nicht für den Roboter einrichten müssen – der Roboter sollte sich möglichst an den vorhandenen Garten anpassen.
Auch bei weiteren Hindernissen reagierte das System nachvollziehbar. Statt blind auf ein Objekt zuzufahren und erst nach einem Kontakt die Richtung zu ändern, kann der LUBA Hindernisse bereits vorher erkennen und seine Fahrroute entsprechend anpassen.
Gerade für Familiengärten interessant
Unser Eindruck nach dem Praxiseinsatz ist deshalb, dass der LUBA mini 2 AWD 1500 besonders gut zu Familiengärten passt.
Denn genau dort sieht eine Rasenfläche selten jeden Tag gleich aus. Spielgeräte, Trampolin, Pool oder Gartenmöbel gehören zum Alltag. Im Sommer verändert sich der Garten zudem immer wieder.

Hier spielt das Navigationssystem seine Stärken aus. Es vermittelt deutlich weniger das Gefühl, dass der komplette Garten erst „mährobotertauglich“ gemacht werden muss.
Natürlich sollte auch ein moderner Mähroboter nicht als Ersatz dafür verstanden werden, vor jedem Mähen grobe Gegenstände vom Rasen zu entfernen. Spielzeug, Gartenschläuche oder kleine Gegenstände räumen wir weiterhin weg. Größere feste Hindernisse sind dagegen genau die Situationen, in denen die Sensorik des LUBA ihre Vorteile zeigt.
Temporäre Sperrflächen: Bei Nachsaat besonders praktisch
Eine weitere Funktion, deren praktischen Nutzen wir erst während des Sommers richtig zu schätzen gelernt haben, ist die Möglichkeit, einzelne Bereiche vorübergehend vom Mähen auszuschließen.
Durch die anhaltende Hitze hatte unser Rasen an einigen Stellen deutlich gelitten. Dort mussten wir nachsäen – und natürlich sollte der LUBA anschließend nicht regelmäßig über die frisch eingesäten Flächen fahren oder das junge Gras direkt wieder mähen.

Das ließ sich erfreulich unkompliziert lösen: Die betroffenen Stellen können in der Mammotion-App vorübergehend als Bereiche definiert werden, die der Mähroboter auslässt. Der LUBA fährt während dieser Zeit darum herum und die Nachsaat kann sich ungestört entwickeln.
Sobald dort wieder ausreichend Gras gewachsen ist, lässt sich die Einschränkung wieder rückgängig machen und die Fläche ganz normal in den Mähbetrieb integrieren.
Gerade in einem tatsächlich genutzten Garten ist das ein großer Vorteil. Schließlich verändert sich nicht nur durch Trampolin, Pool oder Gartenmöbel die Situation auf dem Rasen. Auch Pflegearbeiten, Nachsaaten oder vorübergehend besonders beanspruchte Bereiche können eine Anpassung notwendig machen. Mit einem fest verlegten Begrenzungskabel wäre eine solche kurzfristige Änderung erheblich umständlicher.
Genau solche Funktionen zeigen im Alltag, wie wertvoll eine flexible virtuelle Kartierung tatsächlich ist.
Allradantrieb ist mehr als ein Marketingbegriff
Das zweite große Argument für den LUBA ist sein Allradantrieb. Mammotion gibt eine maximale Steigfähigkeit von 80 Prozent beziehungsweise 38,6 Grad an.

Nicht jeder Garten benötigt eine derartige Kletterfähigkeit. Trotzdem macht sich AWD auch abseits extremer Hänge bemerkbar. Unebenheiten und schwieriger Untergrund bringen den kompakten Mäher nicht so schnell aus dem Konzept.
Vor allem bei komplizierten Flächen ist die Kombination interessant: Die Sensorik weiß, wohin der Roboter fahren soll, und der Allradantrieb hilft ihm dabei, diesen Weg tatsächlich zu bewältigen.
Das unterscheidet den LUBA von vielen einfacheren Modellen, bei denen zwar die Navigation funktioniert, Traktion und Wendigkeit auf anspruchsvolleren Flächen aber schnell an ihre Grenzen geraten.
Saubere systematische Bahnen statt Zufallsprinzip
Positiv fällt außerdem das Mähbild auf. Der LUBA fährt die Fläche systematisch ab. Das sieht nicht nur wesentlich professioneller aus als die früher verbreitete Zufallsnavigation, sondern sorgt auch dafür, dass nachvollziehbar gearbeitet wird.

Über die Mammotion-App lassen sich die Mäharbeiten verwalten, starten, pausieren und stoppen. Auch der aktuelle Status des Roboters kann kontrolliert werden. Der LUBA verfügt außerdem über WLAN, Bluetooth und ein integriertes 4G-Modul. Beim aktuellen Modell sind laut Mammotion drei Jahre 4G-Datennutzung enthalten.
Praktisch ist das vor allem dann, wenn man nicht zuhause ist und trotzdem nachsehen möchte, was der Mäher gerade macht.
Bis zu 500 Quadratmeter mit einer Akkuladung
Mammotion verbaut einen 6,1-Ah-Akku. Nach Herstellerangaben schafft der LUBA mini 2 AWD 1500 damit bis zu 500 Quadratmeter pro Akkuladung. Anschließend kann er automatisch zur Ladestation zurückkehren und seine Arbeit später fortsetzen.
Für uns ist bei einem Mähroboter allerdings weniger entscheidend, ob die komplette Fläche mit einer einzigen Ladung bewältigt wird. Der Sinn eines solchen Gerätes besteht schließlich gerade darin, regelmäßig und weitgehend selbstständig zu arbeiten.
Wichtiger ist, dass Navigation, Rückkehr zur Ladestation und Fortsetzung der Arbeit zuverlässig funktionieren.
Auch an den Rändern mäht der Mammotion sehr gut
Eine typische Schwachstelle von Mährobotern bleiben Rasenkanten. Auch der LUBA kann physikalisch natürlich nicht direkt mit seinen Messern bis an jede Hauswand fahren.
Mammotion hat dafür eine zusätzliche feste 12-Zentimeter-Randmähscheibe integriert. Nach Herstellerangaben kann der Roboter dadurch bis auf rund fünf Zentimeter an eine Wand heran mähen.

Das reduziert die Nacharbeit deutlich. Komplett verschwinden wird der Griff zum Rasentrimmer in einem verwinkelten Garten trotzdem nicht. Innenecken, Mauern und bestimmte bauliche Übergänge bleiben konstruktionsbedingt schwierig.
Das ist allerdings kein spezielles Problem des LUBA, sondern betrifft praktisch jeden Mähroboter.
Nicht billig – aber technisch außergewöhnlich komplett
Der LUBA mini 2 AWD 1500 gehört preislich klar nicht zur Einstiegsklasse. Mammotion listet das Modell regulär mit 1.899 Euro; zum Zeitpunkt unserer Recherche wurde es im deutschen Shop für 1.599 Euro angeboten. Preise und Aktionen können sich selbstverständlich ändern.
Für einen einfachen, ebenen 300-Quadratmeter-Rasen wäre das vermutlich mehr Technik als notwendig.
Anders sieht es bei komplizierten Grundstücken aus. Wer viele Hindernisse, verschiedene Bereiche, Steigungen oder einen Garten besitzt, dessen Nutzung sich regelmäßig verändert, profitiert wesentlich stärker von LiDAR, Kameras, virtueller Kartierung und Allradantrieb.
Gerade unsere Erfahrungen mit Trampolin, Aufstellpool und den temporär ausgeschlossenen Nachsaatflächen haben gezeigt, warum diese Technik sinnvoll sein kann.
Unser Fazit zum Mammotion LUBA mini 2 AWD 1500
Der Mammotion LUBA mini 2 AWD 1500 hat uns vor allem dort überzeugt, wo ein Mähroboter in der Praxis überzeugen muss: nicht auf einer perfekten freien Testwiese, sondern in einem tatsächlich genutzten Garten.
Besonders die Navigation gehört für uns zu den großen Stärken. Wie selbstverständlich der LUBA um unseren Aufstellpool und das Trampolin herumfährt, hat im Test beeindruckt. Er erkennt die großen Hindernisse, passt seine Route an und mäht die verbleibenden Bereiche erstaunlich konsequent.

Hinzu kommt die Flexibilität der virtuellen Kartierung. Dass wir durch die Sommerhitze geschädigte und anschließend neu eingesäte Rasenstellen einfach vorübergehend vom Mähen ausschließen und später wieder freigeben können, ist ein Detail, das sich im praktischen Einsatz als ausgesprochen nützlich erwiesen hat.
Dazu kommen der kräftige Allradantrieb, der Verzicht auf Begrenzungskabel und RTK-Antenne, die komfortable App-Steuerung sowie die zusätzliche Randmähscheibe.
Perfekt ist auch der LUBA nicht. An komplizierten Kanten kann weiterhin gelegentliche Nacharbeit notwendig sein, und der Preis ist erheblich höher als bei einfachen Mährobotern. Wer lediglich eine kleine, rechteckige und vollkommen ebene Rasenfläche besitzt, braucht diese Ausstattung wahrscheinlich nicht.
Je schwieriger und verwinkelter der Garten jedoch wird, desto überzeugender wird das Konzept des LUBA mini 2 AWD 1500.
Genau darin liegt für uns die eigentliche Qualität des Mammotion: Man muss den Garten nicht dem Mähroboter anpassen. In unserem Praxistest passte sich der Mähroboter erstaunlich gut dem Garten an.
Bewertung: 9 von 10 Punkten
Stärken: sehr gute Navigation in komplexen Gärten, überzeugende Hinderniserkennung, kein Begrenzungskabel und keine RTK-Antenne notwendig, Allradantrieb, gute Geländegängigkeit, flexible virtuelle Mäh- und Sperrflächen, komfortable App-Steuerung und gutes Mähen rund um große Hindernisse.
Schwächen: hoher Anschaffungspreis und – wie bei nahezu allen hochwertigen Mährobotern – je nach Gestaltung des Gartens weiterhin etwas manuelle Nacharbeit an schwer zugänglichen Kanten.
Weitere technische Informationen zum getesteten Modell gibt es direkt bei Mammotion – LUBA mini 2 AWD 1500.


















