In Bayern ist die Zahl der Maserninfektionen in diesem Jahr deutlich gesunken. Bis zum 10. August wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums lediglich sechs Fälle registriert – im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 40.
Sechs Fälle seit Jahresbeginn
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach wertet die Entwicklung als erfreulich. „Seit Jahresbeginn sind in Bayern nur sechs Menschen an Masern erkrankt (Stand 10.8.2026). Das ist ein erfreulich niedriger Infektionsstand. Im selben Zeitraum im Vorjahr wurden im Freistaat 40 Infektionen registriert.“
Auch im Jahresvergleich zeigt sich der rückläufige Trend: 2025 wurden insgesamt 43 Masernfälle gemeldet, 2024 waren es 69.
Impfungen bleiben entscheidend
Gerlach führt die Entwicklung auch auf die Impfaufklärung zurück. Gleichzeitig warnt sie davor, Masern zu unterschätzen. Die hochansteckende Krankheit kann schwere Komplikationen verursachen und in seltenen Fällen tödlich verlaufen. Impfungen schützen zuverlässig vor einer Erkrankung und verringern die Weitergabe des Virus, heißt es in einer Information des Ministeriums.
Während die Fallzahlen in Bayern und Deutschland derzeit niedrig sind, nehmen Masern in anderen Regionen wieder zu. Besonders in den USA wurden zuletzt deutlich mehr Infektionen gemeldet.
Zweite Impfung noch zu selten
Bei den zweijährigen Kindern in Bayern liegen die Impfquoten nach Krankenkassendaten bei rund 93 Prozent für die erste und etwa 78 Prozent für die zweite Masernimpfung. Ministerin Gerlach sieht vor allem bei der zweiten Impfung noch Nachholbedarf.

