In Augsburg-Pfersee entsteht ein neues Wohn- und Unterstützungsangebot für Frauen, die von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind. Am Montag wurde in der Germersheimer Straße der Grundstein für die neue Frauenpension des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) gelegt.
Auf dem Grundstück an der Germersheimer Straße 24–26 werden in den kommenden Monaten zwei Gebäude in modularer Holzbauweise errichtet. Insgesamt entstehen dort 28 Apartments, die den Bewohnerinnen einen geschützten Wohnraum und die Möglichkeit für einen Neustart bieten sollen.
Hinter dem Projekt stehen die St. Vinzenz von Paul Stiftung Augsburg und der Sozialdienst katholischer Frauen Augsburg.
Wohnen kombiniert mit sozialer Unterstützung
Das Konzept geht über die Bereitstellung einer Unterkunft hinaus. Die Bewohnerinnen sollen sozialpädagogisch und therapeutisch begleitet werden. Ziel ist es, Frauen nach einer Phase der Wohnungs- oder Obdachlosigkeit schrittweise wieder ein möglichst selbstbestimmtes und eigenständiges Leben zu ermöglichen.
Zusätzlich sind Kreativräume und Werkstätten vorgesehen. Dort sollen die Bewohnerinnen eigene Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln sowie neues Selbstvertrauen gewinnen können.
Bei der Grundsteinlegung kamen Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft sowie Unterstützer des Projekts zusammen. Mit dabei waren unter anderem Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Florian Freund als Schirmherr des Projekts, Bischof Dr. Bertram Meier und die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Barbara Holzmann.
Zahlreiche Unterstützer finanzieren das Projekt
Ermöglicht wird die Frauenpension durch die Unterstützung verschiedener Organisationen und Stiftungen. Dazu gehören unter anderem die Kartei der Not, die Deutsche Fernsehlotterie, die Stiftung ANTENNE BAYERN hilft, die Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern und der Bezirk Schwaben.
Auch die Stadt Augsburg unterstützt das Vorhaben. Rotarier und Soroptimistinnen engagieren sich zudem für die geplanten Kreativräume und Werkstätten.
Mit der Grundsteinlegung beginnt nun die eigentliche Bauphase. Nach Fertigstellung soll die Frauenpension einen geschützten Ort bieten, an dem betroffene Frauen Stabilität gewinnen und neue Perspektiven für ihr Leben entwickeln können.

