Sachsen will chinesische Autobauer für VW-Werk Zwickau

DTS Nachrichtenagentur
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Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) schlägt vor, chinesische Elektroautohersteller in die Produktion des Volkswagen-Werks Zwickau einzubinden. Ziel sei es, den Standort zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten, berichtet die “Bild” (Montagsausgabe). “Es ist besser, industrielle Kompetenz bei VW in Sachsen weiterzuentwickeln und die Produktion abzusichern, als auf verlorenem Posten zu kämpfen und Wertschöpfung zu verlieren. Wir müssen mit der Zeit gehen. Deswegen: China ist eine Chance für Zwickau”, sagte Panter der Zeitung.

VW-Werk (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Konkret brachte der Minister ein Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Hersteller ins Gespräch. Diese könnten eine oder mehrere derzeit nicht ausgelastete Produktionslinien nutzen und Fahrzeuge in Sachsen fertigen. Voraussetzung seien klare europäische Regeln und Standards. “Unser Maßstab ist nicht Ideologie, sondern industrielle Zukunftsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze bei VW in Sachsen”, so Panter.

Das Werk Zwickau war 2019 zur reinen Elektroauto-Fabrik umgebaut worden. Die Nachfrage nach den dort produzierten ID-Modellen blieb zuletzt jedoch hinter den Erwartungen zurück. In den vergangenen Jahren wurden Schichten gestrichen und die Produktion gedrosselt. Zuletzt hatte Volkswagen zudem die ursprünglich geplante Eingliederung des Standorts in die Volkswagen AG zum 1. Januar 2027 vorerst ausgesetzt. In der Region wächst daher die Sorge um die Zukunft des Werks. Rund 10.000 Beschäftigte arbeiten direkt in Zwickau, weitere etwa 30.000 Arbeitsplätze hängen indirekt an dem Standort.

Panter wies zugleich auf die wachsende Bedeutung chinesischer Hersteller in der Elektromobilität hin. “China ist heute in vielen Bereichen der Elektromobilität technologisch und industriell längst kein Entwicklungsland mehr, sondern Innovationstreiber und Vorreiter”, sagte er.

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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.