SED-Opferbeauftragte fordert dauerhafte Hilfe für Zwangsdoping-Opfer

DTS Nachrichtenagentur
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Die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Evelyn Zupke, fordert eine dauerhafte finanzielle Unterstützung für Opfer des DDR-Zwangsdopings. “Dabei geht es um Menschen, die als Minderjährige vom Staat für den Leistungssport missbraucht wurden und bis heute unter schweren gesundheitlichen Folgen leiden. Aus meiner Sicht braucht es für sie endlich eine klare gesetzliche Regelung und eine dauerhafte monatliche Unterstützung”, sagte Zupke der “Rheinischen Post” anlässlich des 65. Jahrestags des Mauerbaus. Zupke mahnte: “Es wäre gut, wenn dazu noch dieses Jahr ein Gesetzentwurf vorgelegt würde.”

Tartanbahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Zudem forderte Zupke mehr Beachtung für Gruppen, “die bislang nur wenig Aufmerksamkeit erhalten und die mehr Unterstützung bekommen sollten”. Zu ihnen zählt Zupke Menschen, die in der DDR “über den sogenannten Asozialen-Paragrafen verfolgt wurden, oder Frauen und Mädchen, die unter dem Vorwand gynäkologischer Behandlungen weggesperrt und misshandelt wurden”. Es müsse darum gehen, das “erlittene Unrecht genauer aufzuarbeiten und zu klären, wie betroffenen Menschen heute besser geholfen werden kann”, mahnte die Opferbeauftragte.

Neben dem Gesetzgeber sieht Zupke auch Unternehmen in der Pflicht, die von der Zwangsarbeit politischer Gefangener in der DDR profitierten. “Manche erzählen von gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten unter unmenschlichen Bedingungen”, sagte Zupke mit Blick auf die Opfer. “Ich finde deshalb, dass sich gerade große Konzerne diesem Teil ihrer Geschichte stellen sollten. Sie könnten dazu beitragen, dass dieses Unrecht nicht in Vergessenheit gerät”, so die SED-Opferbeauftragte. Derzeit sei sie mit dem Unternehmen Otto im Gespräch. “Das Kapitel ist noch nicht abgeschlossen”, sagte Zupke.

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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.