Ein Tötungsdelikt erschüttert die beschauliche Stadt Eichstätt: Ein 35-jähriger Mann wurde während eines heftigen Streits am Montagnachmittag (19.06.2023) niedergestochen und ist an den Folgen seiner Verletzungen verstorben. Die Hintergründe und das genaue Tatgeschehen sind derzeit Gegenstand intensiver Ermittlungen.

Wie Andreas Aichele, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, berichtete, alarmierten Zeugen gegen 16 Uhr die Rettungskräfte. Er stellte klar: „Tatsächlich haben wir diesen Mann mit einer Stichverletzung vorgefunden.“ Die sofort eingetroffenen Rettungskräfte versuchten, das Leben des Verletzten zu retten. „Der Rettungsdienst […] hat versucht, das Leben dieses Mannes zu retten und konnte ihn dann auch noch soweit stabilisieren, dass er ins Krankenhaus gebracht werden konnte.“ Trotz dieser Bemühungen erlag der 35-Jährige später seinen Verletzungen.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen begannen unmittelbar am Tatort. Laut Aichele liegt der Tatort in einem Wohngebiet, was die Komplexität des Falls noch erhöht. Die Polizei ist nun bemüht, die Hintergründe der Tat restlos aufzuklären. „Es ist jetzt unsere Aufgabe, diese Hintergründe und das Umfeld abzuklären“, betonte Aichele und fügte hinzu, dass es momentan noch zu früh sei, um veritable Aussagen treffen zu können.
Der mutmaßliche Täter, ein 24-Jähriger, konnte nach einer intensiven Fahndung durch mehrere Streifen und einem Polizeihubschrauber festgenommen werden. „Viele, viele Streifenbesatzungen waren im Einsatz. Auch ein Polizeihubschrauber hat unterstützt und wir konnten dann einige Zeit später dem 24-jährigen Tatverdächtigen habhaft werden“, so Aichele. Die genauen Umstände der Festnahme wurden bislang nicht offengelegt.
Zurzeit sind die Kriminalpolizei und die örtliche Polizeiinspektion vor Ort aktiv. „Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen hier übernommen. Natürlich finden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen am Tatort statt“, erklärte Aichele. Außerdem werden Zeugen und Nachbarn befragt, um das genaue Tatgeschehen rekonstruieren zu können.
Aichele betonte, dass diese Situation sowohl für Zeugen als auch für Nachbarn und Anwohner außergewöhnlich sei. Deshalb sei auch der Kriseninterventionsdienst im Einsatz, der sich mit großer Energie und Mannstärke um die Betreuung der Menschen vor Ort kümmert.


