Nach Einschätzung der Bundesregierung hat sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland zuletzt als “recht robust” erwiesen.
Die deutsche Wirtschaft habe sich trotz der Belastungen infolge des Konflikts im Nahen Osten im Frühjahr “günstiger entwickelt, als allgemein zu erwarten war”, heißt es im am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums für August. Darin wird unter anderem auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verwiesen, welches preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal stieg. Positive Wachstumsbeiträge kamen vor allem vom Außenhandel, während die binnenwirtschaftliche Nachfrage aufgrund von Kaufkraftverlusten und geopolitischen Unsicherheiten gedämpft blieb.
Die Produktion im produzierenden Gewerbe legte im Juni leicht um 0,2 Prozent zu, und die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe stiegen um 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel sanken im Juni um 0,7 Prozent. Die Inflation stieg im Juli auf 2,8 Prozent, was vor allem auf das Auslaufen der Energiesteuersenkung auf Kraftstoffe zurückzuführen ist.
Die Lage am Arbeitsmarkt blieb derweil schwach, mit einem Rückgang der saisonbereinigten Erwerbstätigkeit um 23.000 Personen im Juni. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen blieb auf hohem Niveau, mit 18.478 gemeldeten Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften von August 2025 bis Juli 2026, was einem Anstieg von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

