Polizeibericht München: Zahlreiche Einsätze auf der Wiesn

Alfred Ingerl
8 Minuten Lesezeit

Raub, Körperverletzungen, Diebstähle und ein schwerer Betriebsunfall: Die Münchner Polizei berichtet von mehreren Einsätzen in der Stadt und auf dem Oktoberfest.

Raubüberfälle in der Ludwigsvorstadt und in Berg am Laim

In der Arnulfstraße wurde am Donnerstag, 1. Oktober 2026, gegen 16.30 Uhr ein 41-Jähriger von einem ihm flüchtig bekannten Mann zu Boden geschlagen. Anschließend nahm der Täter dem am Boden liegenden Mann Wertgegenstände und Bargeld ab und flüchtete. Eine Fahndung blieb ohne Erfolg. Die Polizei sucht Zeugen, die im Bereich der Arnulfstraße 3 auf Höhe des Flügelbahnhofs etwas beobachtet haben.

Ebenfalls am 1. Oktober wurde ein 94-Jähriger an der Bushaltestelle „Rofanstraße“ von einem Unbekannten angesprochen. Dieser bot ihm an, ihn nach Hause zu fahren. Während der Fahrt wollte der Mann dem Senior zunächst Küchenutensilien verkaufen. Als der 94-Jährige aussteigen wollte, hielt der Fahrer in der St.-Augustinus-Straße an und riss ihm die Armbanduhr vom Handgelenk. Eine Zeugin verständigte die Polizei und fertigte Bilder von der Situation. Der Senior erhielt seine Uhr zurück, der Täter flüchtete jedoch mit seinem Fahrzeug.

Tatverdächtiger nach Einbrüchen in Krankenhaus festgenommen

Zwischen dem 25. und 28. September kam es zu drei versuchten Einbruchsdiebstählen in einem Krankenhaus an der Menzingerstraße. Der Täter drang gewaltsam in die Räume ein und suchte nach Beute. Entwendungsschäden entstanden in keinem der Fälle.

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Am 28. September gegen 4 Uhr nahm eine Streife einen 51-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz in Deutschland fest. Der Ermittlungsrichter erließ anschließend Haftbefehl.

Schwere Verletzungen nach Verkehrsunfällen

An der Straßenbahnhaltestelle „Südtiroler Straße“ fiel am Freitag, 2. Oktober, gegen 22.30 Uhr ein 47-Jähriger aus unbekannten Gründen auf die Gleise. Der Straßenbahnfahrer konnte trotz Bremsung einen Zusammenstoß nicht verhindern. Der Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. An der Straßenbahn entstand geringer Sachschaden.

In der Nacht zum Samstag entzog sich ein 21-jähriger Motorradfahrer einer Verkehrskontrolle. Die Flucht führte von der Landshuter Allee über den Mittleren Ring bis nach Unterföhring. Einsatzkräfte stoppten das Kraftrad bei langsamer Fahrt mithilfe eines Dienstfahrzeugs. Der Fahrer wurde leicht verletzt und festgenommen. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt. Sein Führerschein und das Motorrad wurden beschlagnahmt, zudem wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die Polizei ermittelt wegen des verbotenen Kraftfahrzeugrennens.

Am Samstagabend verlor ein 29-Jähriger auf der Leopoldstraße in Richtung Münchner Freiheit die Kontrolle über seinen BMW. Das Fahrzeug geriet auf den Gegenfahrstreifen und kollidierte mit zwei geparkten Autos. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Sein BMW und einer der geparkten Wagen wurden erheblich, das zweite Fahrzeug leicht beschädigt. Ein stadteinwärts führender Fahrstreifen war rund vier Stunden nicht befahrbar.

Reizstoff in Einkaufszentrum versprüht

Am Freitag, 2. Oktober, kam es gegen 15 Uhr im Eingangsbereich eines Einkaufszentrums an der Hanauer Straße zu einer Auseinandersetzung unter mehreren Jugendlichen. Aus der Gruppe heraus wurde Reizstoff versprüht, anschließend flüchteten die Beteiligten.

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Mehrere unbeteiligte Passanten klagten über die Auswirkungen. Über 30 Menschen wurden von Feuerwehr und Rettungsdienst versorgt und danach vor Ort entlassen. Vier Personen kamen zur ambulanten Behandlung in umliegende Krankenhäuser. Die Fahndung nach den Jugendlichen blieb erfolglos.

Mehrere Vorfälle auf dem Oktoberfest

Am Samstag wurde eine 22-jährige Schweizerin vorläufig festgenommen, nachdem sie am Zelt des Rettungsdienstes einen 60-jährigen Rettungssanitäter körperlich angegangen und beleidigt haben soll. Der Sanitäter wurde leicht verletzt. Nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung im mittleren vierstelligen Bereich kam die Frau wieder frei.

Gegen 17.45 Uhr beobachteten Taschendiebfahnder einen 58-jährigen Wiesnbesucher vor einem geschlossenen Festzelt. Laut Polizei drückte er seinen Unterkörper an eine 33-jährige Besucherin. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und nach Zahlung einer Sicherheitsleistung im niedrigen vierstelligen Bereich wieder entlassen. Gegen ihn wird wegen sexueller Belästigung ermittelt.

Bei einem Streit schlug ein 33-Jähriger einem 29-Jährigen mit einer Weinflasche auf den Kopf. Das Opfer erlitt eine stark blutende Kopfplatzwunde und musste ärztlich versorgt werden. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht.

Beim Verlassen eines Festzeltes wurde zudem ein 38-Jähriger durch Gas aus einem pistolenähnlichen Gegenstand leicht verletzt. Zwei Sicherheitsdienstmitarbeiter erlitten ebenfalls leichte Verletzungen. Der bislang unbekannte Täter flüchtete. Die Polizei beschreibt ihn als etwa 25 Jahre alt, 165 bis 170 Zentimeter groß und schlank. Er habe Hochdeutsch gesprochen, ein südasiatisches Erscheinungsbild gehabt, schwarze Kleidung getragen und auffallend schiefe Zähne gehabt.

Festnahmen wegen Drogen und Diebstählen

Zivile Beamte beobachteten auf dem Festgelände zwei Männer im Alter von 30 und 23 Jahren beim Konsum von Betäubungsmitteln. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden sie weitere Betäubungsmittel. Beide Männer wurden vorläufig festgenommen und nach Hinterlegung einer hohen vierstelligen Sicherheitsleistung wieder entlassen.

In einem Festzelt fiel Taschendiebfahndern aus Belgien ein 22-Jähriger auf. Er soll eine unter einer Bank liegende Handtasche mit dem Fuß hervorgezogen und an sich genommen haben. Noch vor Ort durchsuchte er die Tasche und entsorgte sie anschließend. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Taschendiebfahnder aus Budapest beobachteten außerdem einen 34-Jährigen, der während der Räumung eines Festzeltes mehrere abgelegte Jacken entwendet haben soll. Er wurde vorläufig festgenommen und nach Zahlung einer Sicherheitsleistung im mittleren dreistelligen Eurobereich wieder freigelassen.

Staatsschutzdelikte und schwerer Betriebsunfall

In zwei Fällen ermittelt die Polizei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Ein 44-Jähriger soll in einem Festzelt mehrfach lautstarke Äußerungen mit Bezug zum Nationalsozialismus getätigt und eine entsprechende Grußgeste gezeigt haben. Ein 28-Jähriger soll am selben Abend auf dem Festgelände ebenfalls entsprechende Ausrufe gemacht haben. Beide Männer wurden erkennungsdienstlich behandelt.

Auf der Oidn Wiesn kam es am Sonntag, 4. Oktober, gegen 10.15 Uhr zu einem Betriebsunfall bei einem Schaustellerbetrieb. Ein 47-jähriger rumänischer Mitarbeiter wurde dabei schwerst verletzt. Der Sanitätsdienst begann mit der Erstversorgung und Reanimation, anschließend wurde der Mann mit Notarztbegleitung in eine Münchner Klinik gebracht. Eine Gefahr für die Fahrgäste des Fahrgeschäfts bestand laut Polizei zu keinem Zeitpunkt.

Zu mehreren Fällen bittet die Polizei um Hinweise. Das Polizeipräsidium München ist unter der Telefonnummer 089 2910-0 erreichbar. Hinweise zur Verfolgungsfahrt nimmt das Unfallkommando unter 089 6216-3322 entgegen.

Auf dieser Seite lesen Sie die Pressemitteilungen der Polizeiinspektionen oder Feuerwehren. Diese werden »ungeprüft« von uns veröffentlicht. Für die Inhalte übernimmt Presse Augsburg keinerlei Verantwortung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die jeweilige Dienststelle.

Dieser Beitrag wurde unter Einsatz Künstlicher Intelligenz erstellt.

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Alfred Ingerl

Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.

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Alfred Ingerl ist Autor bei Presse Augsburg. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Polizeimeldungen und Blaulicht-Nachrichten aus Bayern. Er bereitet Meldungen der bayerischen Polizeipräsidien redaktionell für die Veröffentlichung auf Presse Augsburg auf.