Eine Seniorin aus Michelau ist am Mittwoch mit einer erfundenen Krankheitsgeschichte um Bargeld und Gold im Gesamtwert von mehr als 100.000 Euro gebracht worden. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt und sucht Zeugen.
Vermeintlicher Arzt fordert Vorauszahlung
Am Mittwochnachmittag rief ein unbekannter Mann die Seniorin an und gab sich als Arzt aus. Er behauptete, ein Angehöriger liege wegen einer schweren Krebserkrankung im Krankenhaus und benötige dringend eine Behandlung sowie Medikamente. Dafür sei eine Vorauszahlung erforderlich.
Gegen 16.15 Uhr erschien ein bislang unbekannter Mann, der aus Richtung Goethestraße zum vereinbarten Übergabeort im Flurweg kam. Die Seniorin übergab ihm eine gelb-orangefarbene Stofftasche mit mehr als 30.000 Euro Bargeld sowie Goldmünzen und Goldbarren. Anschließend entfernte sich der Mann.
Polizei bittet um Hinweise
Etwa eine halbe Stunde später kehrte der vermeintlich schwer erkrankte Angehörige nach Hause zurück, woraufhin der Betrug auffiel. Die sofort eingeleitete Fahndung nach dem Abholer blieb erfolglos.
Der Mann soll etwa 20 bis 30 Jahre alt sein und eine korpulente Statur sowie kurze, dunkle Haare haben. Zur Tatzeit trug er ein schwarzes T-Shirt und eine schwarze kurze Hose. Wer im Bereich des Flurwegs oder der Goethestraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, insbesondere den beschriebenen Mann oder eine Person mit einer gelb-orangefarbenen Stofftasche, wird gebeten, sich unter 09561/645-0 bei der Kriminalpolizei Coburg zu melden.
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