Augsburgs Bischof Dr. Bertram Meier hat sich am Dienstagabend bei der Kundgebung „Nie wieder ist immer“ in Memmingen klar für Freiheit, Gerechtigkeit und gleiche Lebenschancen für alle Menschen ausgesprochen. Vor rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern betonte er auf dem Marktplatz: „Die christliche Botschaft von der Liebe Gottes gilt ausnahmslos jedem Menschen.“
Ein starkes Zeichen für Zusammenhalt
Die große Menschenansammlung bezeichnete Bischof Bertram als ein „sichtbares Zeichen für ein friedliches und kreatives Miteinander“. Gerade in Zeiten, in denen Ausgrenzung, Hass und Hetze gegen bestimmte Personengruppen zunehmen, sei solch ein öffentliches Signal besonders wichtig.
Neben dem Bischof ergriffen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen das Wort. Auch der bekannte Autor Volker Klüpfel rief dazu auf, die Demokratie zu verteidigen. Bischof Bertram stand gemeinsam mit den evangelischen Dekanen Claudia und Christoph Schieder sowie kurz nach Acelya Kul von der Islamischen Gemeinde auf der Bühne.

Engagement für eine offene Gesellschaft
Der Bischof betonte, dass es eine gemeinsame Aufgabe aller Menschen sei, für demokratische Grundwerte einzustehen: „Im Schulterschluss mit den Gläubigen aller Konfessionen und Religionen und allen Einzelpersonen, Gruppierungen und Initiativen, die sich den Grundwerten unseres Rechtsstaates verpflichtet wissen, setzen wir uns aktiv ein für Aufklärung und gegen Vernebelung, für Argumente und gegen Pauschalverurteilung, für Konsens und Problemlösungen gegen Angst und Aggression.“
Für diese Worte erhielt er großen Applaus aus dem Publikum.
Aufruf zur Wahlbeteiligung
Zum Abschluss forderte Bischof Bertram die Anwesenden auf, ihr demokratisches Recht zu nutzen: „Nehmen Sie am 23. Februar Ihre Verantwortung für ein demokratisches Miteinander wahr! Es gilt, die politischen Kräfte zu stärken, die Menschlichkeit, Versöhnung, Frieden und soziale Gerechtigkeit vertreten.“
Mit diesem Appell unterstrich der Bischof die Bedeutung von politischem Engagement für eine gerechte und solidarische Gesellschaft.


