Bopfinger Ostalb-Gymnasium offiziell zur Geopark Ries-Schule ernannt

Als erste weiterführende Schule und einziges Gymnasium des baden-württembergischen Teils des UNESCO Global Geoparks Ries wurde das Bopfinger Ostalb-Gymnasium (OAG) offiziell zur Geopark Ries-Schule ernannt. Damit wurde bereits die sechste Schule als „Geopark Ries-Schule“ ausgezeichnet. Da die Urkundenübergabe im Rahmen des pädagogischen Tages des OAG erfolgte, war es besonders erfreulich, dass das gesamte Lehrerkollegium der Schule an der Verleihung teilnehmen konnte.

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V. l. n. r.: StDin Sabine Grobe (stv. Schulleiterin OAG), StD Dr. Pascal Bizard (Schulleiter OAG), Heike Burkhardt (Geschäftsführerin Geopark Ries e. V.), Landrat Dr. Joachim Bläse (stv. Vorsitzender Geopark Ries e. V.), Bürgermeister Dr. Gunter Bühler (Bopfingen)
Foto: Susanne Richt

Die Auszeichnung als Geopark Ries-Schule soll Anreize für Schulen bieten, sich intensiver mit den Themen Erdgeschichte und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen, auch im Hinblick auf die besondere Entstehungsgeschichte des Rieskraters. Landrat Dr. Joachim Bläse, stellvertretender Vorsitzender Geopark Ries e.V., gratulierte zur Auszeichnung mit Zukunftsbezug: „Am Ostalb-Gymnasium soll das geologische Erbe erlebbar gemacht werden, um die Identifikation mit der Heimat zu stärken. In Geopark-Schulen werden Impulse für eine nachhaltige Zukunft gegeben, wie es durch die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gefordert wird.“

Auszeichnung bestärkt bisherige Bestrebungen

Die Kooperation zwischen UNESCO Global Geopark Ries und Ostalb-Gymnasium, die durch die stellvertretende Schulleiterin, StDin Sabine Grobe, initiiert wurde, soll es der Schule ermöglichen, den Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auszubauen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten an vielfältigen Lern- und Erfahrungsorten des Geoparks Ries Wissen über Entstehungsgeschichte und Einzigartigkeit dieser ganz besonderen Region. Denn nur für das, was man kennt, ist man bereit, Verantwortung zu übernehmen, es zu schützen und zu bewahren. Für das im ländlichen Raum ansässige Bopfinger Gymnasium, das seinen Schülerinnen und Schülern seit jeher respekt- und verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Umgebung vermittelt, ist die Auszeichnung ein Gewinn, der die bisherigen Bestrebungen noch verstärkt.

Schulleiter Dr. Pascal Bizard ist sich überdies sicher: „Letztlich wird die Kooperation unserer Schule mit dem UNESCO Global Geopark Ries auch den Fachunterricht – nicht nur in Geografie – in anschaulicher Weise bereichern.“

Zusammenarbeit über die Grenzen

Dr. Gunter Bühler, Bürgermeister der Stadt Bopfingen, betont besonders die Synergien, die sich durch die Kooperation ergeben: „Es freut mich sehr, dass mit der Anerkennung als Geopark Ries-Schule für das Ostalb-Gymnasium deutlich wird, dass die historische Landschaft des Rieses auch Bopfingen umfasst und wir über Grenzen zusammengehören und zusammenarbeiten.“ So ist der Bopfinger „Hausberg“ Ipf einer der schönsten und beeindruckendsten Erhebungen des Geoparks Ries. Er kann auf mehrere tausend Jahre menschliche Besiedlungsgeschichte zurückblicken, allen voran durch die Kelten mit ihrem bedeutenden Fürstensitz.

Heike Burkhardt, Geschäftsführerin Geopark Ries e. V., macht deutlich, dass die Anerkennung als Geopark Ries-Schule vorrangig beinhalte, Aspekte wie Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit in den Fokus zu nehmen. Geopark Ries-Schulen könnten die Möglichkeiten des Geopark-Netzwerks nutzen, sich untereinander verknüpfen und dadurch neue Ansätze für Lehrer, Schüler und Unterricht entwickeln: „Der Geopark Ries mit seinen seinem einzigartigen Meteoritenkrater bietet vielfältige Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten – als grünes Klassenzimmer kann er bestens genutzt und erlebt werden“, so Burkhardt.