Defense Lab Erding: Aiwanger eröffnet Innovationscampus

Presse Augsburg
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Auf dem ehemaligen Fliegerhorst Erding sollen Bundeswehr, Unternehmen und Forschung künftig enger zusammenarbeiten. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger eröffnete dort am 22. Oktober 2026 den Innovationscampus Defense Lab Erding.

Die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium über Bayern Innovativ errichtete Container-Infrastruktur umfasst Arbeitsplätze, Konferenzräume und ein Testgelände für unbemannte Fahrzeuge. Von der Beauftragung bis zur Errichtung vergingen nach Angaben Aiwangers knapp vier Monate. Die Einrichtung nahm im Rahmen des jährlich stattfindenden Defence TechDays den Betrieb auf.

„Im Defense Lab Erding kommen Sicherheit und wirtschaftliche Stärke zusammen, damit Bayern Verteidigungsstandort Nummer eins bleibt“, erklärte Aiwanger. Investitionen in moderne Technologien stärkten die Verteidigungsfähigkeit, die Wertschöpfung und die Zahl qualifizierter Arbeitsplätze. Zugleich komme es darauf an, neue Entwicklungen schnell aus Laboren und Unternehmen in die Anwendung zu bringen. Dafür seien kurze Wege notwendig.

TechHUB SVI vernetzt Bundeswehr, Wirtschaft und Forschung

Der TechHUB SVI von Bayern Innovativ kümmert sich um die Vernetzung von Bundeswehr, Wirtschaft und Forschung. Das Kürzel steht für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Mit dem Defense Lab wurde nach Angaben des Ministeriums ein erster räumlicher Schritt für diese Vernetzung umgesetzt.

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Bei der Eröffnung wurde außerdem das neue Sprecherboard ernannt. Wissenschaftliche Sprecherin ist Prof. Dr. Eva-Maria Kern, Präsidentin der Universität der Bundeswehr. Für die Wirtschaft gehören Dr. Alexander Sagel (RENK), Florian Hohenwarter (KNDS) und Dr. Ulrich Nuding (MBDA) dem Gremium an. Die Bundeswehr wird durch Admiral Christian Bock vertreten.

Innovationsökosystem in Erding geplant

Das Defense Lab soll zu einem zivil-militärischen Innovationsökosystem werden. Dazu zählen das Innovationszentrum der Bundeswehr, das Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum der bayerischen Polizei sowie der zivile Innovationscampus. In einem weiteren Schritt sollen drei Hallen auf dem Gelände modernisiert werden, damit sie von Wirtschaft und Wissenschaft genutzt werden können.

Beim Defence TechDay wurden Technologien zur Frühwarnung durch Orbitalaufklärung, zum Schutz mobiler Kräfte bei einem Drohnenangriff und zur Punktverteidigung durch autonome Waffensysteme gezeigt.

Bayern ist nach Angaben des Ministeriums der größte Defense-Tech-Standort Deutschlands. Rund 200 Unternehmen arbeiten dort direkt oder indirekt für die Branche. Sie erzielen demnach mehr als 9,5 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigen 50.000 Menschen. Jedes dritte deutsche Verteidigungsunternehmen hat demnach seinen Sitz im Freistaat.

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Der Newsdesk von Presse Augsburg veröffentlicht aktuelle Nachrichten aus Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern. Die Redaktion berichtet unter anderem über regionale Ereignisse, Polizei und Blaulicht, Politik, Wirtschaft, Verkehr, Kultur und Sport.

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