Die Grünen Schwaben fordern, die geplanten Kürzungen im Regionalverkehr zwischen Augsburg und München vollständig zurückzunehmen. Nach derzeit bekannten Planungen könnten ab 2028 täglich zwölf Regionalzugverbindungen entfallen.
Bei einer Tagung in Memmingen verabschiedete der Bezirksverband eine entsprechende Resolution. Darin wird außerdem ein Ausbaupfad für die Strecke gemeinsam mit dem Freistaat und Arverio verlangt.
Grüne sehen steigenden Bedarf auf der Strecke
Die Verbindung zwischen Augsburg und München sei eine zentrale Schienenachse für Schwaben, erklärten die Bezirksvorsitzenden Lena Eichner und Constantin Jahn. Mehr Fahrgäste müssten zu mehr statt zu weniger Kapazität im Regionalverkehr führen.
Die Grünen verweisen zudem auf eine Prognose im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums. Sie zählt die Achse Augsburg–München zu den bundesweit sieben Bahnknoten und Linien mit den größten erwarteten Fahrgastzuwächsen im Nahverkehr.
Forderung nach gemeinsamem Vorgehen
Die schwäbischen Landtagsabgeordneten der Grünen hatten sich bereits in Schreiben an DB InfraGO und Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter gegen die Streichungen gewandt. Der Bezirksverband begrüßt ein Veto des Freistaats und bietet Bernreiter ein gemeinsames Vorgehen gegenüber DB InfraGO und dem Bundesverkehrsministerium an.
Zusätzliche Fernverkehrsfahrten dürften nicht zulasten des Regionalverkehrs gehen, lautet eine weitere Forderung der Grünen.
Grüne Schwaben positionieren sich auch zu Sozialstaat und AfD
Außerdem solidarisierten sich die Grünen Schwaben mit Protesten gegen den Sozialabbau und bekannten sich zu einem stabilen Sozialstaat.
Zudem sprachen sich die Vertreterinnen und Vertreter der 14 Kreisverbände im erweiterten Bezirksvorstand für die Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD aus. Einen eigenen Antragsbeschluss fasste der Bezirksverband dazu nicht; der Kreisverband Lindau hatte zuvor einen entsprechenden Beschluss verabschiedet.


