KEMPTEN. Im April 2026 fand das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen der Stadt Kempten (Allgäu) und dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West statt, um die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage zu erörtern. Neben Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner nahmen auch Vertreter der Polizei und der Stadtverwaltung teil.
Sicherheitsstatistik und Kriminalitätsentwicklung
Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner präsentierte die polizeiliche Kriminalstatistik für Kempten. Die Anzahl der registrierten Straftaten sank um 8,1 % auf 3.347 Fälle. Besonders bei Betäubungsmittelstraftaten (-25,8 %) und Eigentumsdelikten (-11,5 %) gab es weniger Fälle. Allerdings nahmen Beleidigungen (+10,6 %) und Kfz-Diebstähle (+45,1 %) zu. Der Callcenterbetrug ging zwar zurück, jedoch entstanden durch acht erfolgreiche Betrugsfälle 307.989 Euro Schaden. Die Aufklärungsquote steigerte sich leicht auf 70,3 %.
Verkehrssicherheit und Unfallstatistik
Die Verkehrsunfallstatistik 2025 zeigte eine Verringerung der Unfälle auf 2.455 und weniger Verletzte (-55 Personen). Ein Verkehrsunfalltoter war jedoch wie im Vorjahr zu beklagen. Zu den größten Unfallursachen zählten Sicherheitsabstandsverstöße, Vorfahrtsverletzungen und Abbiegefehler. Drogenfahrten erhöhten sich um 46 % im Vergleich zu 2024.
Aussagen der Polizei und Sicherheitsmaßnahmen
Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner lobte die positive Entwicklung der Sicherheitslage und betonte die Bedeutung von Aufklärung, Prävention und gesellschaftlichem Engagement gegen Betrug und Verkehrssicherheit. Die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden ist entscheidend für das Sicherheitsempfinden der Bürger. Der Dialog wird von beiden Seiten als wichtig anerkannt.





