Kreisjugendheim Dinkelscherben wird nicht mehr als Geflüchtetenunterkunft genutzt

Der Landkreis Augsburg kehrt schrittweise zur ursprünglichen Nutzung seiner Jugendeinrichtungen in Dinkelscherben zurück. Das Kreisjugendheim und das Jugendübernachtungshaus, die seit mehreren Jahren als Unterkünfte für Geflüchtete dienten, sollen künftig wieder Schulklassen, Jugendgruppen und Vereinen offenstehen. Damit setzt der Landkreis ein deutliches Zeichen für die Förderung junger Menschen und ehrenamtlichen Engagements.

Kreisjugendheim schließt Ende 2025 – Sanierung folgt

Aktuell dient das Kreisjugendheim als dezentrale Unterkunft für geflüchtete Männer. Doch zum 31. Dezember 2025 endet diese Zwischennutzung. Die dort untergebrachten Personen werden auf andere Unterkünfte im Landkreis verteilt. Im Anschluss beginnt eine umfassende Sanierung des Gebäudes.

Ziel ist es, die Einrichtung ab Anfang 2027 wieder für ihre eigentliche Bestimmung bereitzustellen: als Ort für Schulfreizeiten, Jugendbildungsmaßnahmen und Vereinsfahrten.

Jugendübernachtungshaus: Umzug nach Gersthofen geplant

Auch das benachbarte Jugendübernachtungshaus, das derzeit unbegleitete minderjährige Geflüchtete beherbergt, wird in den kommenden Monaten freigezogen. Für Oktober 2025 ist der Umzug der Jugendlichen in eine neu geschaffene Einrichtung in Gersthofen vorgesehen. Nach dem Umzug wird auch dieses Gebäude saniert und anschließend wieder dem Kreisjugendring Augsburg-Land übergeben.

Sailer: „Ein wichtiger Schritt für unsere Jugend- und Vereinsförderung“

Landrat Martin Sailer betont die Bedeutung der Rückführung für die Region:„Mit der Rückführung des Kreisjugendheims und des Jugendübernachtungshauses in ihre ursprüngliche Nutzung investieren wir gezielt in die Zukunft junger Menschen im Landkreis Augsburg. Nach Jahren der humanitären Nutzung schaffen wir wieder Räume für Begegnung, Bildung und Gemeinschaft – ein wichtiger Schritt für unsere Jugend- und Vereinsförderung.“

Neue Perspektiven für junge Menschen

Die Rückführung der beiden Einrichtungen bedeutet nicht nur eine Rückgewinnung von Infrastruktur, sondern auch ein starkes Bekenntnis zur Jugendarbeit im Landkreis. Die Planungen zeigen, wie sich pragmatische Lösungen für humanitäre Aufgaben mit langfristigen Zielen der Bildung und Teilhabe verbinden lassen.

Die Rückkehr zu den Wurzeln der beiden Häuser steht sinnbildlich für ein gesellschaftliches Aufatmen – und für eine klare Investition in das soziale Miteinander der kommenden Generationen.

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