Römisches Museum Augsburg: Grüne und CSU beantragen Fördermittelakquise für Museumsneubau

Mit der Entwicklung und Vorstellung des Dreistufenplans kam bereits 2022 Bewegung in die Planungen um ein neues Römisches Museum in Augsburg. Neben den ersten beiden Stufen, der digitalen Präsentation der Römerfunde sowie der Überarbeitung der Römerausstellung in der Toskanischen Säulenhalle, sieht der Plan als dritten Schritt einen Museumsneubau vor. Um die dafür nötigen Finanzierungsmittel auf Bundes-, Landes- und Europaebene zu beschaffen, soll nun ein Konzept erarbeitet werden, das die besondere Bedeutung des römischen Erbes der Stadt herausstellt.

Foto: Wolfgang Czech

“Die Vermittlung unserer diversen Stadtgeschichte an die nächsten Generationen ist uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb setzen wir uns jetzt dafür ein, dass es ein neues Römisches Museum im Herzen der Stadt geben kann”, sagt Verena von Mutius-Bartholy, Fraktionsvorsitzende und Kulturpolitische Sprecherin. “Benötigt wird dafür im Speziellen ein Ort, an dem Kultur und Bildung eng verzahnt aufeinander aufbauen und voneinander profitieren können. Wir wollen den Bürger*innen und Gästen Augsburgs so bald wie möglich ein Römisches Museum bieten, das durch eine neue Erzählweise der römischen Stadtgeschichte überregional neue Maßstäbe setzt. Die Finanzen der Stadt Augsburg sind allerdings begrenzt, weswegen alle Mittel und Wege für eine Realisierung vorangebracht werden müssen. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Augsburger Funde müssen auch das Land und der Bund ihrer Verantwortung gerecht werden. Wir alle können so zukünftig noch vieles darüber lernen, wie vielfältig Augsburg bereits damals war. Das A und O ist es jetzt mit einem prägnanten Konzept auf Fördergeber*innen zuzugehen, um ein ausreichendes Budget sicherzustellen und zeitnah die nächsten Planungsschritte einzuleiten.”

Leo Dietz, CSU-Fraktionsvorsitzender: „Augsburg ist Römerstadt! Nicht nur die geschichtlichen Überlieferungen, auch die zahlreichen, historisch einmaligen Funde in der jüngsten Vergangenheit haben Erstaunliches zum Vorschein gebracht. Neben der Militärgeschichte ist durch die Funde auch die der breiten Bevölkerung besser nachvollziehbar geworden und damit die Geschichte des Alltaglebens in der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum. Dies gilt es an Kinder, Jugendliche und Interessierte zu vermitteln. Mit dem Antrag unserer Fraktionen möchten wir daher das Thema losgelöst von der großen Standortfrage weiterentwickeln und uns schon jetzt für passende Fördermittel und -möglichkeiten einsetzen. Dies erhöht unser großes Anliegen eines vollwertigen römischen Museums in unserer Stadt.“

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