Die finanzielle Situation der Stadt Bad Wörishofen hat sich weiter verschlechtert – vor allem durch sinkende Steuereinnahmen und steigende Ausgaben. Damit folgt die Stadt einem bundesweiten Trend, der bereits seit längerer Zeit erkennbar ist.
Nach der Einführung einer Haushaltsbremse im August dieses Jahres tritt ab dem 28.11.2024 eine Haushaltssperre in Kraft.
„Die Haushaltssperre ist selektiv. So können die Stadtwerke als Eigenbetrieb der Stadt ihre Arbeit unverändert fortsetzen“, erklärt Bürgermeister Stefan Welzel die aktuelle Lage.
Auswirkungen auf die Stadtverwaltung
Trotz der Haushaltssperre bleibt der laufende Geschäftsbetrieb gesichert, ebenso die Lohn- und Gehaltszahlungen. Auch Investitionen, insbesondere im Bereich der Schul- und Kita-Erweiterungen, können im Rahmen der Möglichkeiten weitergeführt werden.
Neu ist allerdings, dass im operativen Geschäft künftig keine Ausgaben ohne vorherige Prüfung durch die Kämmerei getätigt werden dürfen. „Die jetzige Haushaltssperre ist leider unvermeidbar“, betont Kämmerer Ernst Hess.
Blick in die Zukunft
In den bevorstehenden Haushaltsberatungen für das Jahr 2025 wird die Stadt umfangreiche Konsolidierungsmaßnahmen einleiten müssen. Der Stadtrat wurde dazu am vergangenen Wochenende im Rahmen einer weiteren Finanzklausur detailliert informiert. Ein wesentlicher Ausgabeposten ist der Personalbedarf, insbesondere in Kindertagesstätten. Allein der Betrieb von Kinderkrippen und Kindergärten – ohne Berücksichtigung von Bauprojekten – verursacht ein jährliches Defizit von 4 Millionen Euro.
Die kommenden Wochen und Monate stehen im Zeichen einer intensiven Prüfung der Kostenstrukturen. Ziel ist es, Ausgaben zu senken und Kostenstellen klar zu budgetieren. Bürgermeister Stefan Welzel erklärt: „Das ist eine große gemeinsame Aufgabe für Gremien und Verwaltung, aus der die Stadt Bad Wörishofen gestärkt hervorgehen kann. Packen wir es an!“


