Eine 75-jährige Rentnerin aus einem Herrschinger Ortsteil hat nach einem Schockanruf 100.000 Euro an einen unbekannten Abholer übergeben.
Am späten Donnerstagnachmittag meldete sich ein angeblicher Arzt telefonisch bei der Seniorin. Er behauptete, ihre Tochter sei an Krebs erkrankt und könne nur durch die dringende Verabreichung teurer Medikamente geheilt werden. Die verunsicherte Frau übergab daraufhin Bargeld in Höhe von 100.000 Euro an einen etwa 30 bis 40 Jahre alten Mann mit heller Kleidung und blonden, lockigen Haaren.
Nach der Übergabe folgte ein weiterer Anruf. Darin wurde der Rentnerin mitgeteilt, dass die Summe für die Rettung ihrer Tochter nicht ausreiche. Auf die erneuten Forderungen ging sie nicht ein und verständigte die Polizei. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen.
Polizei gibt Tipps gegen Schockanrufe
Die Polizei rät, Telefonate zu beenden, wenn unklar ist, wer anruft, oder wenn Druck ausgeübt wird. Betroffene sollten den angeblich erkrankten Angehörigen unter der bekannten Nummer zurückrufen und niemals am Telefon über persönliche oder finanzielle Verhältnisse sprechen.
- Übergeben Sie kein Geld und keine Wertsachen an unbekannte Personen.
- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei.
- Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. Bei Unsicherheit sollte die Nummer selbst gewählt und nicht die Rückruftaste genutzt werden.
- Sprechen Sie mit Angehörigen über Schockanrufe und warnen Sie sie vor dieser Betrugsmasche.
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