Am Flughafen München sind das TUM Convergence Center und das TUM RoboGym eröffnet worden. Das RoboGym soll Roboter unter realitätsnahen Bedingungen für praktische Anwendungen trainieren.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht in der Robotik eine wichtige Möglichkeit, Beschäftigte zu entlasten und dem Fachkräftemangel zu begegnen. „Ob Werkshalle, Handwerksbetrieb oder Pflege: Intelligente Roboter können überall wertvolle Arbeit leisten“, sagte Aiwanger bei der Eröffnung am 22. Oktober 2026.
Roboter könnten unter anderem Material transportieren, Bauteile montieren und körperlich anstrengende Routineaufgaben übernehmen, erklärte der Minister. Einsatzmöglichkeiten gebe es zudem in Fertigung, Logistik, Landwirtschaft, Handwerk, Medizin und Pflege. Genannt wurden etwa der Transport von Laborproben in Krankenhäusern, die Assistenz bei Operationen und das Bewegen schwerer Lasten.
Roboter trainieren unter realitätsnahen Bedingungen
Im neuen TUM RoboGym sollen Roboter auf rund 2.300 Quadratmetern beispielsweise das Greifen von Gegenständen und den Umgang mit Werkzeugen lernen. Künstliche Intelligenz soll ihnen künftig helfen, flexibler zu lernen und neue Aufgaben zu übernehmen.
Das TUM-Robotikinstitut MIRMI und das Unternehmen NEURA Robotics investieren nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gemeinsam 17 Millionen Euro. Das übergeordnete TUM Convergence Center bringt Wissenschaft, Unternehmen, Start-ups und Studierende zusammen.
Wissenschaftsminister Markus Blume bezeichnete den Standort am LabCampus als Ort, an dem Wissen in die Praxis umgesetzt werde. Die TUM gehöre zur internationalen Spitze der Robotikforschung, NEURA Robotics sei ein aufstrebendes Unternehmen der Branche. NEURA Robotics habe sich bewusst für Bayern und die TUM entschieden, erklärte Blume.
Sieben Millionen Euro für Robotik-Inkubator
Der Freistaat unterstützt den Weg von der Forschung in die Anwendung unter anderem mit dem Robotik-Inkubator „robo.innovate“ an der TUM. Dafür stehen bis Mitte 2029 insgesamt sieben Millionen Euro an Fördermitteln bereit. Aiwanger betonte, die Technik müsse auch bei mittelständischen Unternehmen und im Handwerk ankommen.

