Nach einer Fahrscheinkontrolle in einer S-Bahn der Linie S8 ermittelt die Bundespolizei gegen einen 29-Jährigen. Er soll einen Kontrolleur angegriffen und zuvor ein auf eine andere Person ausgestelltes Ticket vorgezeigt haben.
Der Mann fuhr am Montagnachmittag, 2. November, gegen 13:30 Uhr in Richtung Herrsching. Auf Höhe des Münchner Ostbahnhofs kontrollierten drei Mitarbeiter des S-Bahn-Prüfdienstes seinen Fahrschein. Nach Angaben der Bundespolizei soll sich der 29-Jährige außerdem geweigert haben, sich auszuweisen.
Die Kontrolleure stiegen mit dem Mann am Münchner Hauptbahnhof aus und verständigten die Bundespolizei. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte soll der 29-Jährige versucht haben zu fliehen. Dabei soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem 22-jährigen deutschen Kontrolleur gekommen sein. Der Beschuldigte soll dem Mitarbeiter ins Gesicht geschlagen haben.
Der 22-Jährige blieb unverletzt und benötigte keine medizinische Versorgung. Eine Streife stellte den 29-Jährigen und nahm ihn mit zur Dienststelle. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei ihm 0,89 Promille.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der 29-Jährige die Dienststelle wieder verlassen. Die Bundespolizei ermittelt gegen den bereits polizeibekannten Mann wegen des Verdachts der Körperverletzung, des versuchten Betrugs und des Erschleichens von Leistungen. Der Beschuldigte ist ruandischer Staatsangehöriger und hat seinen Wohnsitz im Landkreis Mühldorf am Inn.
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