Augsburger Grüne fordern Umbauagentur für leerstehende Büros

Symbolbild, KI-generiert
Presse Augsburg
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Die Grünen im Augsburger Stadtrat wollen leerstehende Büroflächen gezielt für zusätzlichen Wohnraum nutzen. Dafür schlagen sie eine städtische Umbauagentur vor.

Mit ihrem Antrag wollen die Grünen vorhandene Bürogebäude systematisch darauf prüfen lassen, ob eine Umnutzung zu Wohnraum möglich ist. Der Stadtentwicklungsausschuss soll sich am Mittwoch, 21. Oktober, mit dem Vorschlag befassen.

Die Fraktion begründet ihren Vorstoß mit der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt und dem Büroflächenleerstand. Nach den Ergebnissen der Bürgerumfrage 2025 zählen für 63,5 Prozent der Befragten die Mietkosten zu den größten Problemen Augsburgs. Rund 80 Prozent wünschen sich, dass die Stadt mehr Geld für Wohnraum ausgibt.

Gleichzeitig standen laut dem letzten Immobilienreport rechnerisch rund 86.000 Quadratmeter Bürofläche innerhalb von drei Monaten bezugsfertig leer. Die Leerstandsquote lag bei 5,6 Prozent und damit über der marktüblichen Fluktuationsreserve sowie auf dem höchsten Wert der vergangenen Jahre.

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Umbauagentur soll Eigentümer unterstützen

Die geplante „Umbauagentur Augsburg“ soll leerstehende und dauerhaft mindergenutzte Bürogebäude erfassen, geeignete Standorte identifizieren und Eigentümer bei möglichen Umnutzungen unterstützen. Sie soll außerdem aktiv auf Eigentümer zugehen, Fördermöglichkeiten aufzeigen, zwischen den beteiligten Stellen vermitteln und geeignete Projekte von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleiten.

Dafür sollen bestehende Kompetenzen aus Wohnraumentwicklung, Leerstandsmanagement, Stadtplanung und Wirtschaftsförderung innerhalb der Stadtverwaltung gebündelt werden. Neue Doppelstrukturen sollen ausdrücklich vermieden werden. Die Agentur wäre damit als zentrale Anlaufstelle gedacht.

Grüne verweisen auf Vorbild München

Als mögliches Vorbild verweist die Fraktion auf München. Dort sei im Juli die Einrichtung einer eigenen Umbauagentur mit dem Namen „Büro zu Wohnen“ beschlossen worden. Augsburg könne dieses Modell an die örtlichen Gegebenheiten anpassen.

Die Grünen betonen zugleich, dass nicht grundsätzlich Gewerbegebiete in Wohngebiete umgewandelt werden sollen. Geprüft werden sollen vielmehr Gebäude, bei denen eine Wohnnutzung städtebaulich sinnvoll und rechtlich möglich ist. „Das ersetzt nicht den notwendigen Wohnungsneubau, ist aber eine wichtige Ergänzung“, erklärt Verena von Mutius-Bartholy, Stadträtin und Sprecherin für Stadtentwicklung und Wohnen.

Fraktionsvorsitzende Martina Wild sagt, Augsburg müsse angesichts der knapper werdenden bezahlbaren Wohnungen vorhandene Potenziale systematisch prüfen.

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