Ratiopharm Ulm musste am Mittwochabend in der Fremde einen Rückschlag hinnehmen: Bei den NINERS Chemnitz setzt es eine 66:79-Niederlage. Die Gastgeber kontrollieren das Spiel über weite Strecken und nutzen vor allem Schwächen im Ballhandling konsequent aus.
Von Beginn an tun sich das Team von der Donau schwer, ins Spiel zu finden. Bereits im ersten Viertel häufen sich die Ballverluste – acht Turnover allein im Auftaktabschnitt sorgen dafür, dass Chemnitz immer wieder zu einfachen Punkten kommt.
Auch aus der Distanz präsentieren sich die Hausherren deutlich treffsicherer: Während Chemnitz nach der ersten Hälfte starke 54 Prozent seiner Dreier verwandelt, liegt Ulm lediglich bei 29 Prozent.
Zwar arbeiten sich Ulm mit 15 Offensivrebounds zahlreiche zweite Chancen heraus, doch der Ertrag bleibt überschaubar. Head Coach Ty Harrelson ordnet die Partie entsprechend ein: „Zunächst einmal Glückwunsch an Chemnitz, sie haben sehr physisch gespielt. Wir hatten Probleme, den Ball im Korb unterzubringen und haben uns gegen den defensiven Druck des Gegners schwergetan. Daran müssen wir arbeiten und Lösungen finden, um damit in Zukunft besser umzugehen“
Chemnitz behält die Kontrolle
Nach einer kurzen Ulmer Führung zu Beginn übernehmen die Gastgeber schnell das Kommando. Treffer von Tobias Jensen und Diego Garavaglia halten Ulm zunächst im Spiel, doch Chemnitz bleibt konstant gefährlich – vor allem von jenseits der Dreierlinie.
Bis zur Halbzeit gelingt es den Doppelstädtern immerhin, den Rückstand wieder zu verkürzen. Punkte von Joel Soriano, Tommy Klepeisz und Nelson Weidemann sorgen dafür, dass es mit einem noch aufholbaren Rückstand in die Pause geht.
Aufholjagd ohne Happy End
Nach dem Seitenwechsel zeigen die Ulmer Moral: Mit verbessertem Defensivverhalten und mehr Konsequenz verkürzen sie zwischenzeitlich den Abstand. Doch immer dann, wenn Ulm näher herankommt, findet Chemnitz die passende Antwort.
Im Schlussviertel bringen mehrere Dreier die Gäste nochmals heran, doch die Gastgeber bleiben ruhig und effizient. Ein erneuter zweistelliger Vorsprung entscheidet letztlich die Partie, da Ulm keinen Zugriff mehr bekommt.
Offensiv ragt Joel Soriano mit 13 Punkten heraus. Unterstützung erhält er von Chris Ledlum (12 Punkte) und Tommy Klepeisz (10 Punkte). Besonders unter dem Korb setzen Soriano und Ledlum mit jeweils zehn Rebounds wichtige Akzente, ohne das Spiel jedoch noch drehen zu können.





