Ratiopharm Ulm hat auch das zweite Viertelfinalspiel bei den Bamberg Baskets nur knapp verloren. Nach einer intensiven Partie mussten sich die Uuulmer am Ende mit 87:90 geschlagen geben. Trotz eines starken Comebacks im Schlussviertel verpasste Ulm den möglichen Ausgleich mit dem letzten Wurf der Begegnung.
Damit liegt die Mannschaft von Trainer Ty Harrelson in der Serie nun mit 0:2 zurück. Das nächste Spiel wird damit bereits zu einer richtungsweisenden Partie vor heimischer Kulisse in Ulm.
„Wir haben uns heute nie aufgegeben und bis zur Schlusssirene gekämpft. Wie bereits im ersten Spiel hatten wir Foulprobleme im dritten Viertel, die uns ein wenig den Rhythmus nahmen. Auch heute hatten wir bis zum Ende wieder die Chance, das Spiel für uns zu entscheiden – das stimmt mich zuversichtlich. Jetzt möchten wir gemeinsam mit unseren Fans im Rücken ein viertes Spiel erzwingen und die Saison weiter verlängern“, erklärte Cheftrainer Ty Harrelson nach Spielende.
Bamberg startet besser, Ulm bleibt dran
Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Beginn und trafen früh sicher aus der Distanz. Ulm hatte vor allem zu Beginn Probleme mit der aggressiven Defensive der Franken. Justin Simon setzte mit energischen Aktionen zum Korb erste offensive Akzente für die Gäste.
Auch Mark Smith fand zunehmend besser ins Spiel und hielt Ulm offensiv im Rennen. Dennoch nahm Bamberg nach dem ersten Viertel eine 22:18-Führung mit.
Im zweiten Abschnitt lief der Ball bei den Gästen deutlich flüssiger durch die eigenen Reihen. Immer wieder fanden die Ulmer den freien Mitspieler und kamen zu besseren Abschlüssen. Bamberg überzeugte dagegen vor allem über Einsatz und physische Präsenz unter dem Korb. Besonders EJ Onu sammelte wichtige Offensivrebounds für die Hausherren.
Vor allem Mark Smith drückte der Partie offensiv seinen Stempel auf. Der Spielmacher überzeugte sowohl aus der Distanz als auch beim Zug zum Korb und hatte zur Halbzeit bereits 17 Punkte erzielt. Zur Pause lag Ulm nur knapp mit 41:42 zurück.
Foulprobleme bremsen die Aufholjagd
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine intensive und zunehmend emotionale Partie. Das Orange-Team geriet früh in Foulprobleme, was Bamberg konsequent ausnutzte. Vor allem an der Freiwurflinie zeigten sich die Gastgeber eiskalt und verwandelten allein im dritten Viertel 15 ihrer 17 Versuche.
Trotzdem stemmte sich Ulm weiter gegen die drohende Niederlage. Ein spektakulärer Dunk von Joel Soriano brachte zusätzliche Energie in das Spiel der Gäste. Gleichzeitig schlichen sich offensiv jedoch erneut Ballverluste und Unkonzentriertheiten ein, die Bamberg konsequent bestrafte.
Mit Beginn des Schlussviertels starteten die Ulmer dann eine starke Aufholjagd. Ein 12:0-Lauf brachte Ulm plötzlich wieder zurück ins Spiel. Bamberg tat sich nun deutlich schwerer, während die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten.
Doch die Franken fanden nach einer Auszeit von Ex-Ulmer Meistertrainer Anton Gavel wieder zurück in die Spur und trafen wichtige Würfe in der Schlussphase. Ulm kämpfte sich zwar erneut heran, doch der letzte Wurf von Tommy Klepeisz verfehlte sein Ziel knapp.
Mark Smith überragt offensiv
Der herausragende Akteur auf Seiten der Donaustädter war Mark Smith. Der Spielmacher kam auf starke 29 Punkte und 6 Rebounds und war offensiv kaum zu stoppen. Besonders beeindruckend: Sechs seiner elf Dreipunktewürfe fanden den Weg durch die Reuse.
Ebenfalls zweistellig punkteten Chris Sengfelder mit 12 Zählern sowie Tobias Jensen und Chris Ledlum mit jeweils 10 Punkten.



