Nach Millionendiebstahl | Kempten stellt Parkraumbewirtschaftung neu auf

Presse Augsburg
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Die Stadt Kempten hat die Aufarbeitung der Vorfälle rund um die städtische Parkraumbewirtschaftung abgeschlossen und gleichzeitig umfassende Maßnahmen für eine Neuausrichtung vorgestellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte die Stadtverwaltung über die bisherigen Erkenntnisse sowie die geplanten organisatorischen und technischen Veränderungen.

Nach Bekanntwerden der Vorgänge im November 2025 hatte eine extern geleitete Kommission unmittelbar ihre Arbeit aufgenommen. Die Untersuchung zeigte vor allem Schwachstellen bei Abläufen, Dokumentation, Kontrolle und internen Zuständigkeiten auf. Zudem wurde deutlich, dass die bestehenden Strukturen mit der zunehmenden Komplexität und den gestiegenen Einnahmen über längere Zeit nicht ausreichend angepasst worden waren.

Oberbürgermeister Christian Schoch betonte: „Die Vorgänge sind nun umfassend aufgearbeitet, und es wurde alles in die Wege geleitet, damit solche Fehler künftig vermeidbar sind.“

Mehr Kontrolle und stärkere Digitalisierung

Die Stadt reagierte bereits mit ersten konkreten Maßnahmen. Dazu gehören zusätzliche Kontrollmechanismen, die Verringerung von Bargeldbeständen, technische Anpassungen sowie die Vorbereitung einer externen Bargeldlogistik. Parallel dazu arbeitet die Verwaltung an einem langfristigen Konzept zur Neuorganisation der Parkraumbewirtschaftung. Ziel sind klarere Verantwortlichkeiten, stärker standardisierte Abläufe und moderne digitale Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten.

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Oberbürgermeister Christian Schoch erklärte dazu: „Deutlich wird auch: Vertrauen und Kontrolle schließen sich nicht aus. Die Kontrolle von Arbeitsabläufen ist Grundlage jeder Qualitätssicherung.“

Bargeldlose Systeme sollen ausgebaut werden

Ein zentraler Schwerpunkt der kommenden Jahre liegt auf der Digitalisierung. So plant die Stadt insbesondere den Ausbau bargeldloser Bezahlmöglichkeiten sowie eine stärkere Vernetzung digitaler Systeme.Darüber hinaus sollen daten- und IT-gestützte Auswertungs- und Steuerungsinstrumente weiterentwickelt werden, um Abläufe transparenter zu gestalten und Risiken dauerhaft zu minimieren.


Die Umsetzung der Maßnahmen soll schrittweise im Laufe des Jahres 2026 erfolgen und kontinuierlich von den politischen Gremien begleitet werden.

Fokus auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit

Zum Abschluss dankte Oberbürgermeister Christian Schoch den Mitgliedern der eingesetzten Kommission sowie den beteiligten Mitarbeitenden für die Zusammenarbeit während der Aufarbeitung.

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Die Stadt Kempten verbindet die Konsequenzen aus den bisherigen Vorgängen nun mit dem Ziel, die Parkraumbewirtschaftung langfristig moderner, transparenter und nachvollziehbarer zu gestalten.
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.