Bagger stürzt in Hopfensee: Keine Verletzten, aber Ermittlungen wegen Umweltgefahr

Alfred Ingerl
1 Minuten Lesezeit

FÜSSEN. Am Montagmorgen gegen 08:30 Uhr ereignete sich am Hopfensee ein aufsehenerregender Zwischenfall: Ein etwa 30 Tonnen schwerer Bagger kippte bei Uferarbeiten von einem Ponton ins Wasser und versank zur Hälfte. Glücklicherweise konnte sich der 58-jährige Baggerfahrer eigenständig retten und blieb unverletzt.

Ölsperren im See

Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich rund 400 Liter Treibstoff im Bagger. Erfreulicherweise traten nach ersten Einschätzungen der Einsatzkräfte keine größeren Mengen davon aus. Vorsorglich errichtete die Feuerwehr jedoch Ölsperren im See, um mögliche Umweltschäden zu verhindern.

Schwierige Bergungsarbeiten

Der Bagger war zusammen mit einem Schubboot auf einem Ponton im Einsatz, um Pfähle im Uferbereich zu installieren. Neben dem Baggerführer war auch ein 40-jähriger Führer des Schubboots an den Arbeiten beteiligt. Die Bergung des Baggers gestaltete sich als äußerst anspruchsvoll. Erst gegen 16:00 Uhr gelang es, den Bagger mit einem Autokran aus dem Wasser zu heben und am Ufer abzulegen.

Ermittlungen eingeleitet

An dem Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Hopfen am See, die Freiwillige Feuerwehr Füssen, das Wasserwirtschaftsamt und die Stadtwerke Füssen beteiligt. Die Polizeiinspektion Füssen hat die Ermittlungen aufgenommen. Untersucht wird eine mögliche Gewässerverunreinigung sowie ein potenzieller Verstoß gegen die Schifffahrtsverordnung.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.