Erfolgreiche Rückführung gestohlener Kulturgüter nach Tschechien: Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) hat in enger Zusammenarbeit mit der Kunstfahndungseinheit des LKA Berlin sowie dem INTERPOL National Central Bureau (NCB) in Prag mehrere aus Tschechien vermisste Kulturgüter sichergestellt.
Zeitraum der Diebstähle und Ermittlungen
Zwischen 2023 und 2026 führten die Ermittlungsbehörden in zahlreichen Fällen Untersuchungen zu sakralen Gegenständen durch, die aus tschechischen Kirchen und Einrichtungen gestohlen wurden. Diese Objekte wurden durch das tschechische Kulturgutschutzgesetz geschützt, waren jedoch in Bayern, Berlin und online zum Verkauf angeboten worden. Am 29. April 2026 fand die offizielle Rückgabe der sichergestellten Objekte statt, nach Abschluss der Ermittlungen und in Übereinkunft mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).
Überblick über die sicher gestellten Kunstwerke
Zu den zurückgeführten Kunstwerken zählen folgende historische Heiligenstatuen und Engelsfiguren aus Holz und Stein: Die Statue des Hl. Wenzel aus der Kirche St. Peter in Brandys nad Labem, mutmaßlich 1740 entstanden und 1994 entwendet, wurde 2024 in einem bayerischen Auktionshaus aufgefunden. Eine Statue des Hl. Leonhard, vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammend, war 1993 aus einer Kirche in Drevcice gestohlen und später in Bamberg aufgefunden worden. Zwei Engel von Radosovice, aus dem 15. Jahrhundert, wurden 2024 durch tschechische Behörden identifiziert.
Rückgabe an die rechtmäßigen Eigentümer
Ein Engel aus Klásterec (1840-60) wurde über ebay verkauft und später rückgeführt, während eine Sandsteinstatue des Hl. Wenzel aus Nove Mesto nad Metuji (1881) in Berlin sichergestellt und im Rahmen der Amtshilfe nach Tschechien zurückgegeben wurde. Die erfolgreiche Rückführung dieser Kulturgüter ist ein Ergebnis der effizienten internationalen Zusammenarbeit der beteiligten Behörden.


